Radsport Doping
Neue Diskussion über angebliches Armstrong-Doping

Auch wenn Lance Armstrong offiziell vom EPO-Dopingverdacht freigesprochen wurde, wird weiter über den Texaner diskutiert. Erneut berichtete eine Zeitung über Zeugen einer möglichen Einnahme leistungssteigernder Mittel.

Trotz seines offiziellen Freispruchs kommt Lance Armstrong bei zahlreichen Radsport-Anhängern nicht aus dem Schatten des Dopingverdachts heraus. Nach einem Bericht der französischen Tageszeitung Le Monde hat der siebenmalige Tour-Sieger den Gebrauch leistungssteigernder Mittel vor seiner schweren Krebserkrankung eingeräumt. Der Texaner soll dies am 28. Oktober 1996 gegenüber einem Arzt des Indiana Universitäts-Hospitals gestanden haben.

Das Blatt beruft sich auf Zeugen, die zwischen Oktober 2005 und Januar 2006 vor einem Gericht in Dallas gehört wurden. Unter Eid sollen dabei Armstrongs ehemaliger Teamkollege Frankie Andreu und seine Frau Betsy ausgesagt haben, dass Armstrong die Einnahme von EPO, Testosteron, Wachstumshormonen und Cortison in ihrer Gegenwart zugegeben habe.

Im Rahmen einer Behandlung wegen notorischer Kopfschmerzen Armstrongs habe der Arzt die Frage nach der möglichen Einnahme von Dopingprodukten gestellt. Eine bei der Untersuchung ebenfalls anwesende weitere Person, Stephanie Mcilvain, habe jedoch vor Gericht erklärt, keinerlei diesbezügliche Aussagen von Armstrong gehört zu haben.

Der im vergangenen Jahr vom aktiven Sport zurückgetretene Amerikaner war erst kürzlich nach Ermittlungen eines vom Weltverband beauftragten niederländischen Experten vom EPO-Dopingverdacht bei der Tour 1999 freigesprochen worden. Das Ergebnis der Studie wird aber nach wie vor von der Welt-Antidoping-Agentur Wada angezweifelt.

© SID

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