Radsport Doping
Österreichs Radsportverband will Ullrich helfen

Jan Ullrich könnte doch noch eine Profilizenz für die kommende Saison bekommen. Der unter Dopingverdacht stehende Radprofi hat ein entsprechendes Angebot des österreichischen Verbandes erhalten.

Österreichs Radsportverband ist bereit, Jan Ullrich trotz aller Dopingverdächtigungen eine Profilizenz auszuhändigen. Drei Tage nach seinem Austritt aus dem gegen ihn ermittelnden Schweizer Radsportverband erhielt der Tour-de-France-Sieger von 1997 eine entsprechende Offerte aus dem Nachbarland.

"Man soll jeden Menschen mit Fairness behandeln"

"Wenn Jan nach Österreich zieht, erhält er von mir eine Profilizenz", sagte Rudolf Massat, Geschäftsführer des Österreichischen Radsportverbandes. Der Sportfunktionär verteidigt zudem verdächtige Dopingsünder: "Radprofis sind keine Heilige, aber wie man mit den Sportlern umgeht, ist einfach unwürdig, menschenverachtend. Man soll jeden Menschen mit Fairness behandeln."

Jan Ullrich müsste bei einem Verbandswechsel seinen Wohnsitz in das betreffende Land verlegen. Massat kritisierte unterdessen die Dopingfahnder und den Radsport-Weltverband (UCI): "Bis jetzt sind alle Veröffentlichungen nur Spekulationen und das ist ein unmöglicher Zustand. Die UCI hat die Probleme auf die Landesverbände abgeschoben. Es kann doch nicht sein, dass Ivan Basso in Italien freigesprochen wird, Ullrich in der Schweiz verdonnert wird und man gegen Jörg Jaksche in Österreich ein Verfahren eröffnet, das dann sofort mangels Beweisen niedergeschlagen wird."

© SID

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