Radsport Doping
"Operation Puerto" wird wohl neu aufgerollt

Die spanische Doping-Affäre Operation Puerto wird in den kommenden Monaten wohl neu aufgerollt. Ein Gericht entschied, die Einstellung des Untersuchungsverfahrens zu überprüfen.

Die spanische Doping-Affäre Operation Puerto wird in den kommenden Monaten wohl neu aufgerollt werden. Ein Gericht in der Hauptstadt Madrid entschied am Donnerstag, dass die im März 2007 verfügte Einstellung des Untersuchungsverfahrens zu überprüfen sei. Die Akten waren vor elf Monaten vom zuständigen Untersuchungsrichter Antonio Serrano mit dem Hinweis auf die zum betreffenden Zeitpunkt nicht ausreichenden gesetzlichen Möglichkeiten geschlossen worden.

Im Zentrum der Dopingaffäre, in die neben rund 50 Radprofis vermutlich auch zahlreiche Leichtathleten, Tennisspieler und Fußballer verwickelt sind, hatte der Mediziner Eufemiano Fuentes gestanden, der aber nie belangt worden war. Denn die während der Operation Puerto im Mai 2006 noch geltenden Paragrafen stellten "aktive Unterstützung von Doping" nicht unter Strafe. Dies sieht erst das vor einem Jahr in Kraft getretene neue Dopingesetz vor.

Der Dopingskandal war in Gang gekommen, als die Polizei im Mai 2006 bei Razzien in Madrid und Saragossa große Mengen an Steroiden und Hormonen, Medikamente wie das Blutdopingmittel EPO, mehr als hundert Beutel mit tiefgekühltem Blut sowie eine beträchtliche Zahl Blutplasma-Beutel konfisziert hatte. Zu Fuentes' Kunden soll neben den geständigen Radprofis Jörg Jaksche (Ansbach) und Ivan Basso (Italien) auch der frühere Toursieger Jan Ullrich gehört haben, der dies bis heute bestreitet.

© SID

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