Radsport Doping
Scharping initiiert Anti-Doping-Kampf

BDR-Präsident Rudolf Schapring hat dem organisierten Doping im Radsport den Kampf angesagt. "Wir wollen uns von denen befreien, die mit Doping zu tun haben", so Scharping, der zudem ein Anti-Doping-Gesetzt fordert.

Im Kampf gegen Doping setzen der Bund Deutscher Radfahrer (BDR), die deutschen Profi-Teams und die Sponsoren auf rigidere Kontrollen und härtere Strafen. "Das Ziel ist klar: Wir wollen uns von denen befreien, die mit Doping zu tun haben", erklärte BDR-Präsident Rudolf Scharping am Samstag in Hamburg einen Tag vor dem Weltcup-Rennen in der Hansestatdt nach einer über dreistündigen Konferenz mit Vertretern der Rennställe sowie der Sponsoren.

Scharping forderte zudem ein Anti-Doping-Gesetz für Deutschland: "Wir spüren Rückenwind dafür in der Politik." Anfang August soll während oder nach der Deutschland-Tour ein erneutes Treffen der Konferenzteilnehmer stattfinden.

Der BDR will laut Scharping beim Weltverband UCI den Antrag stellen, dass Profi-Fahrer künftig zur besseren Kontrolle DNA- und Blutproben hinterlegen müssen. Bei Team-Wechseln sollen die neuen Mannschaften die medizinischen Profile ihrer Fahrer von der UCI übermittelt bekommen. Ein Thema des Gesprächs war auch eine Reduzierung des momentan 27 Rennen umfassenden Pro-Tour-Kalenders.

Scharping stellte zwei Tage nach der Veröffentlichung des Doping-Verdachts gegen Tour-de-France-Sieger Floyd Landis (USA) klar, dass die BDR-Vorschläge unabhängig von ihrer Annahme auf internationaler Ebene für deutsche Fahrer bindend würden: "Der BDR wird keine Fahrer für internationale Großveranstaltungen nominieren, die keine Daten hinterlegen."

© SID

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