Radsport Doping
Schenk pocht auf Aldag-Rücktritt

Nach dem jüngsten Doping-Skandal um Patrik Sinkewitz hat Sylvia Schenk, ehemalige BDR-Präsidentin, Konsequenzen gefordert. Schenk plädierte erneut für einen Rücktritt von T-Mobile-Sportdirektor Rolf Aldag.

Sylvia Schenk, ehemalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), hat auf den jüngsten Doping-Skandal um T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz reagiert und harte Konsequenzen gefordert. Schenk pochte erneut auf den Rücktritt von T-Mobile-Sportdirektor Rolf Aldag. Sie habe ihn schon im Mai von Verdachtsmomenten gegen Sinkewitz informiert, sagte Schenk dem Sport-Informations-Dienst (sid), doch Aldag habe nicht reagiert. "Er hat nach dem Gespräch nur gesagt: Aber jetzt ist Sinkewitz sauber."

Aldag, der im Mai selbst Epo-Doping während seiner Karriere gestanden hatte, wies die Schenk-Forderung zurück und stellte das Telefonat anders dar. Er habe sie angerufen, um das persönliche Verhältnis zu klären, nachdem Schenk ihn öffentlich angegriffen hatte: "In dem Gespräch hat sie auch ihren Verdacht bezüglich Patrik Sinkewitz geäußert. Ich habe sie daraufhin aufgefordert, alle Verdachtsmomente aufzudecken, denn wir können nur auf Fakten reagieren. Das haben wir beispielsweise im Fall Sergej Gontschar getan. Auf der Basis von Verdächtigungen können wir keinen Fahrer diskreditieren."

"Ich würde Köpfe austauschen

Zuvor hatte die Frankfurter Rechtsanwältin im Inforadio Berlin/Brandenburg eine große Reinigungsaktion im Radsport gefordert: "Jetzt sollten wir mal mit dem Radsport anfangen und dort ein Signal setzen, weil der Leidensdruck da sicherlich mit am größten ist. Ich würde die Köpfe austauschen."

Im Radsport gäbe es immer noch genügend langjährige Sportler und Betreuer, die eine Dopingvergangenheit haben. Wenn es da nicht deutliche Signale der Reue oder tatsächlicher Umkehr gäbe, müssten diese Personen dringend ausgetauscht werden. Zum BDR und zum Weltradsport-Verband UCI wollte sie sich allerdings nicht äußern.

© SID

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