Radsport Doping
Skibby will nicht länger eine Maske tragen

Der ehemalige Radprofi Jesper Skibby aus Dänemark hat zugegeben, seit 1993 gedopt zu haben. "Jahrelang habe ich mit einer großen Lüge gelebt. Aber so kann ich nicht mehr leben", schreibt Skibby in seiner Biographie.

Jesper Skibby hat nun doch seinem schlechten Gewissen nachgegeben. In seiner am Mittwoch erscheinenden Biografie legt der frühere dänische Radprofi eine umfassende Dopingbeichte ab. Der 42-Jährige gibt darin zu, seit 1993 gedopt zu haben.

"Jahrelang habe ich mit einer großen Lüge gelebt. Die ganze Zeit habe ich eine Komödie vorgespielt, mich hinter einer Maske versteckt. Aber so kann ich nicht mehr leben", schreibt Skibby in dem Buch, aus dem mehrere dänische Zeitungen am Dienstag Auszüge vorab veröffentlichten.

"Fürchte die Reaktionen nicht"

Der frühere Etappensieger der Tour de France, beim Giro d´Italia und der Vuelta beschreibt seinen Dopingmissbrauch: "Ich habe immer mit der Angst gelebt, entdeckt zu werden. Jahrelang habe ich die Medien angelogen. Jetzt will ich nicht mehr der Sklave meiner großen Lüge sein. Die Reaktionen aus dem Radsport-Milieu fürchte ich nicht", betont Skibby.

In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz nahm er in Kopenhagen Stellung zu seiner Dopingbeichte. "Es ist eine verdammt schwere Situation. Es ist ein Thema, das ich immer verheimlicht habe", erklärte Skibby unter Tränen und ergänzte: "Jetzt lasse ich die Masken fallen." Skibby war von 1986 bis 2000 Profi und feierte in dieser Zeit 24 Siege.

© SID

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