Radsport Doping
Staranwalt soll Contador zu Freispruch verhelfen

Mit dem Schweizer Staranwalt Rocco Taminelli an seiner Seite will der dreimalige Toursieger Alberto Contador das bevorstehende Dopingverfahren angehen.

Mit großer Zuversicht und der Unterstützung von Staranwalt Rocco Taminelli geht der dreimalige Toursieger Alberto Contador in das bevorstehende Dopingverfahren. "Ich bin froh, dass der Fall nun beim spanischen Verband gelandet ist. Nun können wir endlich einen Schritt nach vorne machen", sagte Contador, der sich einen prominenten Rechtsbeistand sicherte. Der Schweizer Taminelli, der jüngst schon dem früheren Tour-Bergkönig Franco Pellizotti zu einem Freispruch verhalf, hat sich des Falles angenommen.

Nach dem ersten Studium der Unterlagen komme nur kontaminiertes Fleisch als Grund für die positive Dopingprobe auf Clenbuterol am zweiten Ruhetag der Tour de France in Frage, teilte das Contador-Lager mit. Man hoffe auf ein schnellstmögliches Urteil, damit Contador ohne Hindernisse in die neue Saison gehen könne.

Die Hoffnung auf einen schnellen Freispruch könnte sich aber rasch zerschlagen. Der spanische Radsport-Boss Juan Carlos Castano kündigte an, es könnte bis zu drei Monaten dauern, ehe eine Entscheidung des spanischen Verbandes Rfec gefällt sei. "Alles hängt davon ab, welche Argumente Contador vorbringt und wie die Überprüfung der vorgelegten Beweise durch das Wettkampfkomitee läuft", sagte Castano der Sporttageszeitung AS.

Fairen Prozess für Contador

Wichtig sei, dass Alberto einen fairen Prozess erhalte. "Wir nehmen uns soviel Zeit, wie wir benötigen", ergänzte Castano. Der Weltverband UCI hatte den Fall des in A- und B-Probe positiven Toursiegers am Montag an den spanischen Verband weitergeleitet. Nach den Anti-Doping-Regeln der UCI müssten die Spanier innerhalb eines Monats eine Entscheidung treffen. Castano behauptet allerdings, nach spanischem Anti-Doping-Recht seien drei Monate die gesetzliche Frist.

Geht es nach Contador, könnte der Prozess nicht schnell genug zu Ende gehen. Inzwischen habe man auch die Rechnung für das ominöse Stück Fleisch erhalten. Contador hatte nach Bekanntwerden der positiven Dopingprobe behauptet, er habe vor dem Ruhetag in Pau ein Stück Rindfleisch, das ein Bekannter aus der spanischen Stadt Irun mitgebracht habe, im Teambus der Astana-Mannschaft gegessen und nicht am Abendessen im Teamhotel teilgenommen.

© SID

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