Radsport Doping
T-Mobile setzt Sinkewitz vor die Tür

Der dopingverdächtige Patrik Sinkewitz hat auf die Öffnung seiner B-Probe verzichtet. Das T-Mobile-Team reagierte umgehend und trennte sich von dem 26-Jährigen. "Wir haben die Konsequenzen gezogen", sagte Rolf Aldag.

Der dopingverdächtige Patrik Sinkewitz hat auf die Öffnung seiner B-Probe und somit auf die Gegenanalyse seiner positiven A-Probe vom 8. Juni 2007 verzichtet und ist daraufhin vom T-Mobile-Team mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Sinkewitz' Anwalt Michael Lehner kündigte für Dienstagnachmittag eine offizielle Erklärung an.

"Wir haben mit der Entlassung die Konsequenzen gezogen", sagte Sportdirektor Rolf Aldag auf der Homepage des Teams (T-Mobile-Team.com): "Aber auch, wenn es für uns ein Schock ist: Es zeigt sich, dass unser eigenes und das Kontrollsystem der Nada wirksam und Trainingskontrollen wichtig sind."

"Patrik muss alles auf den Tisch legen"

Aldag setzt nun auf eine "vollständige und umfassende Aufklärung" und erwartet dabei eine "enge Zusammenarbeit" des 26-jährigen Sinkewitz mit dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR): "Patrik muss alles auf den Tisch legen, was dazu beiträgt, Licht ins Dunkel zu bringen."

T-Mobile-Kommunikationsdirektor Christian Frommert begrüßte die Entscheidung des Team-Managements: "Die Tatsache, dass Herr Sinkewitz auf die Öffnung der B-Probe verzichtet, bedeutet, dass er die A-Probe anerkennt. Somit haben wir einen Dopingfall." Sinkewitz drohen nun eine zweijährige Sperre und laut Aldag die Rückzahlung seines kompletten Jahressalärs.

Deutlich überhöhter Testosteron-Wert

Der 26-Jährige war beim Pyrenäen-Training des T-Mobile-Teams bei einer unangemeldeten Kontrolle mit einem extrem überhöhten Testosteron-Wert aufgefallen und daraufhin vor zwei Wochen von seinem Team suspendiert worden. In der A-Probe soll der Testosteron-Epitestosteron-Wert bei 24:1 gelegen haben. Erlaubt ist ein Wert von 4:1.

Zudem muss Sinkewitz die Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft im Auge behalten. Sie hatte Mitte Juni ein Ermittlungsverfahren gegen ihn nach einer anonymen Anzeige wegen des Verdachts des Betruges zum Nachteil seiner Vertragspartner eingeleitet. Derzeit versucht die Behörde zu klären, wer als Vertragspartner in Frage kommt.

© SID

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