Radsport Doping
T-Mobile wehrt sich gegen Kritik

Der Dopingfall Sinkewitz bringt T-Mobile in arge Bredouille. Vorwürfe, der Rennstall habe Unregelmäßigkeiten beim Fuldaer ignoriert, wies Telekom-Kommunikationsdirektor Christian Frommert aufs Schärfste zurück.

T-Mobile wehrt sich gegen Vorwürfe, auf frühere Auffälligkeiten seines in der A-Probe positiv getesteten Fahrers Patrik Sinkewitz nicht ausreichend reagiert zu haben. Telekom-Kommunikationsdirektor Christian Frommert kritisierte das ARD-Politikmagazin Kontraste, das am Dienstag berichtet hatte, man habe den Rennstall über drei Verstöße von Sinkewitz gegen die Meldepflicht bei Trainings-Dopingkontrollen aus dem Jahr 2006 bereits am 30. Mai dieses Jahres informiert.

"Ich finde es unglaublich, wie hier Tatsachen verdreht werden", sagte Frommert dem sid. Nachdem das Team durch einen ARD-Mitarbeiter über die angeblich verletzten Meldepflichten informiert wurde, habe man sofort Kontakt zur Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) aufgenommen, erklärte Frommert: "Dort hat man uns versichert, dass die Nada keinen einzigen Missed Test für Patrik Sinkewitz notiert hat."

Nada bestätigt Gespräche mit T-Mobile

Es habe lediglich einen Fall gegeben, bei dem der Fahrer wegen eines Renneinsatzes von den Kontrolleuren definitiv nicht an seinem Wohnort in Fulda angetroffen werden konnte. Bei den beiden anderen Fällen habe Sinkewitz während der Kontrollbesuche am Morgen trainiert, sei aber innerhalb der Nada-Frist Abends wieder anzutreffen gewesen, erklärte Teammanager Rolf Aldag. Auf eine spätere Kontrolle hätten die Nada-Tester allerdings verzichtet. Nada-Pressesprecherin Ulrike Spitz bestätigte am Donnerstag Gespräche mit T-Mobile, wollte sich aber nicht zum genauen Inhalt äußern.

Kontraste liegen nach eigenen Angaben Unterlagen der Nada vor, nach denen Sinkewitz dreimal gegen die Abmeldepflicht verstieß und daraufhin "Missed Test-Protokolle" angefertig worden seien. Laut Kontraste habe der deutsche Rennstall die Sache jedoch nicht weiter verfolgt, weil die Nada die Formalität, Sinkewitz zu informieren, nicht beachtet hätte.

© SID

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