Radsport Doping: Ullrich wehrt sich gegen Scharpings Vorwürfe

Radsport Doping
Ullrich wehrt sich gegen Scharpings Vorwürfe

Eine Woche nach den verbalen Attacken von Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping hat sich Jan Ullrich zu Wort gemeldet: "Was er sagt, befremdet mich", so der unter Dopingverdacht stehende Radprofi zur Bild-Zeitung.

Jan Ullrich wehrt sich gegen Attacken des ehemaligen Verteidigungsministers Rudolf Scharping. Der Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) hatte in einem Interview eine Rückkehr von Ullrich in ein deutsches Team ausgeschlossen und ihm vorgeworfen, dem Radsport viel Schaden verursacht zu haben.

"Ich habe nicht vor, mich um eine Lizenz in Deutschland zu bemühen. Aber ich hätte das Recht dazu. Gegen mich liegt nichts vor. Und deshalb finde ich es schwach, wenn man mit fadenscheidigen Argumenten eine unnötige Debatte anheizen will", sagte der in der Schweiz lebende Ullrich der Bild-Zeitung.

"Ich war stolz, für Deutschland Olympiasieger zu werden"

Den Tour-de-France-Sieger von 1997 wundert der rüde Ton von Scharping, der sich zu Ullrichs Glanzzeiten gerne mit dem früheren T-Mobile-Kapitän präsentiert hatte. "Was Scharping sagt, befremdet mich. Ich war stolz, für Deutschland Weltmeister und Olympiasieger zu werden", wird Ullrich zitiert.

Der gebürtige Mecklenburger war im vergangenen Sommer im Rahmen des spanischen Dopingskandals in Verdacht des Blutdopings geraten und daraufhin zunächst von der Tour de France ausgeschlossen und dann auch beim T-Mobile-Team entlassen worden. Am Wochenende wurde bekannt, dass die bei der "Operacion Puerto" von spanischen Dopingfahndern sichergestellten Blutkonserven angeblich keine stark überhöhten EPO-Konzentrationen aufweisen. Das berichtet jedenfalls die spanische Tageszeitung El Mundo.

Nach Informationen des Blattes sind die beim angeblichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes gefundenen Blutbeutel Ende vergangenen Jahres im nationalen Institut für Toxilogie in Madrid untersucht worden. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass nur acht von 99 kontrollierten Proben überhöhte EPO-Werte ergeben hätten. Die Analysen könnten für Fuentes und Co. wichtig sein, da sie sich wegen Verstößen gegen die Gesundheitsgesetze des Landes verantworten sollen.

© SID

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