Radsport Doping
Ullrichs Anwälte wollen Deal mit Staatsanwalt

Laut Medienberichten wollen die Anwälte von Jan Ullrich die Bonner Staatsanwaltschaft mit einer Gelzahlung dazu bringen, die Doping-Ermittlungen gegen ihren Mandanten einzustellen.

Jan Ullrichs Anwälte dringen darauf, dass die Bonner Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen den Ex-Radsportler gegen Zahlung einer Geldsumme einstellt. Wie das Nachrichtenmagazin Focus meldet, lehnt die Staatsanwaltschaft dies jedoch ab. Zudem gab der gebürtige Rostocker auf seiner Internet-Homepage bekannt, dass er entgegen anders lautender Presseberichte seine Tätigkeit als Berater, Werbeträger und Repräsentant für das zweitklassige österreichische Volksbank-Team wie geplant aufnehmen werde.

Die Doping-Ermittler wollen in Kürze die Blutbeutel nach Deutschland holen, welche die Guardia Civil beim spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes gefunden hat. Die Beutel sollen dann mit der DNA-Probe verglichen werden, die Ullrich abgegeben hat. Er hatte zunächst über seine Anwälte versucht, den Import der Beutel zu verhindern, war damit aber juristisch gescheitert.

Ullrich bleibt der Teampräsentation fern

Ullrich bestätigte, dass er am Dienstag nicht zur Präsentation des österreichischen Teams nach Wien kommen werde. Es sei ihm sehr wichtig, dass dabei nur einer im Vordergrund stehe, nämlich das Team, wurde Ullrich zitiert. "Die mediale Berichterstattung der vergangenen Tage und Wochen lässt mich daran zweifeln, dass das bei meiner Anwesenheit so wäre", begründete Ullrich sein Fernbleiben.

Kofler hält an Zusammenarbeit mit Ullrich fest

Beide Seiten betonten aber, dass an der Zusammenarbeit festgehalten werde. "Wir haben viel Zeit und Energie in die gemeinsame Zusammenarbeit investiert, ich denke, dass wir es uns verdient haben, in der Zukunft die Früchte unserer Arbeit zu ernten," bekräftigte Team-Manager Thomas Kofler.

Der österreichische Rundfunk ORF hatte am Freitag berichtet, das Team wolle erst abwarten, bis die Doping-Vorwürfe gegen den Tour-de-France-Sieger von 1997 geklärt seien. Beide Parteien hätten sich laut ORF nach Teaminformationen in beiderseitigem Einvernehmen getrennt.

© SID

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