Radsport Doping
Verdacht auf Manipulation bei Sickmüller-Probe

Die Urinprobe des deutschen Cross-Meisters Johannes Sickmüller von den Titelkämpfen am 8. Januar 2006 soll verfälscht worden sein. Der Verdacht lautet auf Manipulation mit Fremdurin.

Der Hamburger Radrennstall Stevens gerät immer mehr in den Fokus einer Doping-Affäre. Nach Recherchen des Deutschlandfunks war die Urinprobe des deutschen Cross-Meisters Johannes Sickmüller von den Titelkämpfen am 8. Januar 2006 verfälscht. Der Verdacht lautet auf Manipulation mit Fremdurin.

BDR-Vizepräsident Dieter Kühnle bestätigte gegenüber dem sid den Vorgang. Zuvor hatte Roland Augustin, Geschäftsführer der Nationalen Antidoping-Agentur (Nada), gegenüber dem Sender erklärt: "Die Probe, die gemacht wurde, als Sickmüller Deutscher Meister wurde, unterscheidet sich extrem deutlich von allen seinen anderen Proben." Sie weise nicht das besondere Steroidprofil des Sportlers auf. Die Nada hatte den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) deshalb um Protokolle über den Testhergang gebeten. Kühnle zeigte sich verwundert, dass Augustin den Fall vor interner Klärung an die Öffentlichkeit gebracht hatte: "Dem BDR ist es ein Rätsel, wie die Nada unseren Verband zur Verschwiegenheit verdonnert, um Unterlagen bittet, die sie bisher aber noch nicht hat, und der Geschäftsführer aus dem Italien-Urlaub die Story verbreitet, ohne uns vorab zu informieren."

Unabhängig davon ist ein BDR-Sportgerichtsverfahren gegen Sickmüller und zwei andere Stevens-Fahrer eingeleitet worden. Sie sollen von Teamarzt Til Steinmeier mit unerlaubten Substanzen versorgt worden sein.

© SID

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