Radsport Doping
Weitere Zeugenaussagen im US-Dopingskandal

Im Dopingskandal um Lance Armstrong und das frühere US-Postal-Team müssen offenbar Helfer Kevin Livingston und der Physiologe Allen Lim vor der Grand Jury in Los Angeles aussagen.

In den Doping-Ermittlungen gegen Lance Armstrong und das frühere US-Postal-Team wurden am Mittwoch zwei weitere Zeugen vor der Grand Jury in Los Angeles erwartet. Der frühere Armstrong-Helfer Kevin Livingston, der einige Zeit auch für das Team Telekom aktiv war, und der Physiologe Allen Lim mussten nach US-Medienberichten ihre Aussagen machen, inwieweit es im früheren Top-Rennstall zu systematischem Doping gekommen ist.

Floyd Landis hatte die Ermittlungen des Cheffahnders Jeff Novitzky durch sein Doping-Geständnis im Mai ins Rollen gebracht. Der 34-Jährige hatte dabei schwere Anschuldigungen gegen Armstrong und weitere Mitglieder des Teams erhoben. Ein perfekt durchorganisiertes Dopingsystem habe es einst bei US Postal gegeben.

Livingston zwei Jahre lang Armstrongs Helfer

Livingston gehörte 1999 und 2000 zu Armstrongs Tour-Team, danach wechselte er die Seiten und heuerte für zwei Jahre beim Telekom-Rennstall um Ullrich an. Heute arbeitet Livingston als Coach in Austin, dem Wohnort von Armstrong.

Lim, der derzeit beim Armstrong-Rennstall Radioshack angestellt ist, hatte einst für Landis gearbeitet. Dieser hatte bei seinem Geständnis ausgesagt, dass Lim ihm beim Dopen geholfen habe.

Er werde kooperieren, sagte Lim dem US-Sender Espn: "Als ich mit Floyd zusammenarbeitete, habe ich ihm immer gesagt, dass er es nicht nötig hat zu dopen. Ich habe immer für einen sauberen Sport eingestanden." Die Version von Landis hört sich freilich anders an. 80 000 Dollar habe er Lim 2005 gegeben, um ihm bei Blutdoping-Methoden zu unterstützen. Lim hatte in der Vergangenheit auch als Berater des 20-jährigen Taylor Phinney fungiert, der am Mittwoch bei der Straßenrad-WM die Goldmedaille im U23-Rennen gewonnen hatte.

Aussagen um Zeugen widersprüchlich

Lim und Livingston gehören zu einer Reihe von Zeugen, die vor der Grand Jury aussagen mussten. Letzte Woche war Stephanie Mcilvain verhört worden. Sie soll 1996 im Untersuchungsraum dabei gewesen sein, als Armstrong bei einer Krebsbehandlung zugegeben haben soll, leistungssteigernde Mittel genommen zu haben. Ihr Anwalt teilt indes mit, dass sie ausgesagt habe, nie eine derartige Äußerung Armstrongs gehört zu haben.

© SID

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