Radsport Doping
Winokurow nur für ein Jahr auf dem Abstellgleis

Dopingsünder Alexander Winokurow ist vom kasachischen Radsport-Verband nur für ein Jahr gesperrt worden. Damit wäre ein Olympia-Start 2008 in Peking möglich. Der Weltverband UCI will das Urteil jedoch überprüfen.

Der kasachische Radsport-Verband hat Dopingsünder Alexander Winokurow lediglich für ein Jahr bis Juli 2008 gesperrt und damit Grünes Licht für einen möglichen Olympia-Start des 34-Jährigen im kommenden Jahr gegeben. Doch der Weltverband UCI will dieses Urteil überprüfen.

Die nur 12-monatige Sperre bestätigte Verbands-Vize Nikolaj Proskurin am Donnerstag der französischen Nachrichtenagentur afp. Winokurow war nach der 13. Etappe der diesjährigen Tour de France Fremdblut-Doping nachgewiesen worden, woraufhin er von seinem Rennstall Astana entlassen und die komplette Mannschaft aus der Rundfahrt zurückgezogen worden war.

"Wir sind sehr erstaunt und überrascht"

Der kasachische Verband verhängte damit nicht die maximal mögliche Strafe von zwei Jahren Sperre, obwohl die zu Winokurows Entlastung vorgelegten Dokumente von Proskurin als "nicht überzeugend" bezeichnet wurden. Stattdessen erklärte der Funktionär, einer Teilnahme des Olympiadritten von 2000 an den Spielen von Peking im kommenden August stehe nichts im Wege.

Der Weltverband UCI könnte möglicherweise Einspruch gegen das Urteil beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen und will dies prüfen. "Wir sind sehr erstaunt und überrascht. Wir fragen uns, auf welcher Basis der kasachische Verband die Entscheidung gefällt hat", erklärte UCI-Sprecher Enrico Carpani. Der Verband hat von Donnerstag an einen Monat Zeit, das Urteil zu prüfen.

Winokurow, der von 2000 bis 2005 bei Telekom und T-Mobile gefahren war, bestreitet bislang vehement, jemals gedopt zu haben. Seinen positiven Befund hatte er mit absurden medizinischen Theorien zu erklären versucht.

© SID

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