Radsport Doping
Winokurow wehrt sich gegen Doping-Anschuldigungen

Astana-Kapitän Alexander Winokurow wehrt sich gegen indirekte Doping-Anschuldigungen vom Radsport-Weltverband UCI. Der Kasache sprach gegenüber der Tageszeitung L'Equipe von "Hirngespinsten".

Alexander Winokurow hat sich entschieden gegen die indirekten Doping-Anschuldigungen des Radsport-Weltverbandes UCI zur Wehr gesetzt. "Das sind Hirngespinste. Man versucht, uns Angst zu machen. Aber ich bin ruhig. Wir haben uns nichts vorzuwerfen", sagte der frühere T-Mobile-Profi und aktuelle Astana-Kapitän der französischen Sport-Tageszeitung L'Equipe. Die Chefin des Antidopingprogramms der UCI, Anne Gripper, hatte am Mittwoch ohne Namen zu nennen, sechs bis sieben Fahrer als "risikoreich und verdächtig" im Hinblick auf das Verhalten gegenüber Dopingkontrolleuren eingestuft.

Gripper kritisierte, dass Fahrer während des Trainings absichtlich auf ihre Teamkleidung verzichteten, um sich vor den Kontrolleuren zu verstecken. Winokurow konterte, dass er an der Cote d'Azur ein schwarzes Trikot trage, um vor Hobbyradlern unerkannt zu bleiben.

Auch Armstrong ist in schwarz gefahren

"Es ist nicht sehr praktisch, wenn man während der Tour-Vorbereitung ständig 20 Fahrer am Hinterrad hat", sagte der in Monaco lebende Kasache, der am 7. Juli als Topfavorit bei der Tour de France in London an den Start geht. Außerdem trage Weltmeister Paolo Bettini auch nicht ständig sein Regenbogentrikot und vom siebenmaligen Tour-Sieger Lance Armstrong seien früher oft Bilder durch die Presse gegangen, in denen er ein schwarzes Trikot trug.

Gripper hatte außerdem erklärt, dass bei unangekündigten Trainingskontrollen in den vergangenen Wochen, mehrere Tests anormale Ergebnisse aufwiesen. "Wir sind dabei, diese Ergebnisse zu analysieren, und alle waren nicht negativ. Das wird Zeit in Anspruch nehmen, denn man muss die B-Probe abwarten, bevor man an die Öffentlichkeit geht", sagte Gripper. Sie sei zuversichtlich, noch vor dem Start der Großen Schleife erste Ergebnisse präsentieren zu können.

Winokurow erklärte der L'Equipe, dass er in diesem Jahr bereits dreimal unangekündigt getestet worden sei. "Vor dem Wallonischen Pfeil, dann auf Teneriffa und zuletzt Anfang Juni in Monaco. Ich habe aber immer noch keine Post von der UCI erhalten", meinte der 33-Jährige.

© SID

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