Radsport Fernfahrt
Klöden triumphiert bei Tirreno-Adriatico

Als erster Deutscher hat Andreas Klöden die Fernfahrt Tirreno-Adriatico gewonnen. Der Astana-Profi sicherte sich den Sieg mit vier Sekunden Vorsprung auf T-Mobile-Fahrer Kim Kirchen aus Luxemburg.

Andreas Klöden ist erster Deutscher Sieger der Fernfahrt Tirreno-Adriatico. Der Tour-Dritte vom spanischen Astana-Rennstall sicherte sich den Sieg bei der 42. Auflage des seit 1966 gefahrenen Traditionsrennens mit vier Sekunden Vorsprung auf T-Mobile-Fahrer Kim Kirchen aus Luxemburg. Hinter Astana-Kapitän Alexander Winokurow aus Kasachstan wurde der Gerolsteiner-Pilot Stefan Schumacher Vierter.

Letzter Tagessieger nach 177km zwischen Civitella del Tronto und San Benedetto del Tronto an der Adria wurde der Spanier Koldo Fernandez. Der Euskatel-Profi siegte im Schluss-Spurt vor dem Australier Stuart O´Grady vom CSC-Team.

Klöden vom Gesamtsieg überrascht

Klöden reichte an der Adria ein Platz im Hauptfeld, um das am Montag auf der Königs-Etappe im Apennin vom Schwaben Schumacher eroberte Gelbe Trikot erfolgreich zu verteidigen. "Ich wollte hier gut fahren, aber dass es so gut geklappt hat, hat mich selbst überrascht", sagte der Sachse, der nun erst wieder beim Criterium International in Frankreich (31. März/1.April) und dann vielleicht bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (29. April) an den Start gehen soll.

"Andreas ist gut gerüstet Er konnte in der Vorbereitung ohne Verletzungen oder Erkrankungen trainieren. Der Sieg wird ihm Auftrieb geben", meinte Astana-Teamleiter Mario Kummer.

Gerolsteiner zufrieden

"Wir können sehr zufrieden sein. Alle Kandidaten für Mailand-San Remo am Wochenende sind fit", sagte Gerolsteiners Teamleiter Christian Henn, und auch sein Kollege Valerio Piva zog für T-Mobile eine positive Bilanz: "Kim hat für unser bestes Saisonresultat gesorgt und die Mannschaft hat sich stark gezeigt".

Schumacher hatte am Sonntag für den ersten deutschen Saisonsieg in der Protour beim Einzelzeitfahren gesorgt. Dem Wahl-Schweizer Klöden gelang der erste Erfolg seit dem 20. August 2006. Damals war er im T-Mobile-Dress Gesamtsieger der Regio-Tour geworden.

Die zuvor bedeutendsten Rundfahrsiege konnte Klöden vor sieben Jahren feiern. Im Frühjahr 2000 triumphierte der heute 31-Jährige bei Paris-Nizza und der Baskenland-Rundfahrt, bevor er im Herbst Bronze bei den Olympischen Spielen in Sydney holte. Zwei Jahre später hatte er mit Platz zwei bei der Tour de France 2004 hinter US-Star Lance Armstrong überrascht. Nach der Trennung T-Mobiles von Ullrich hatte es Klöden abgelehnt, neuer Kapitän bei den Bonnern zu werden und wechselte 2007 zu Astana.

© SID

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