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Kroon triumphiert am Henninger Turm

Der Niederländer Karsten Kroon hat sich den zweiten Titel beim Radrennen "Rund um den Henninger Turm" gesichert. Davide Rebellin wurde Zweiter, Mauricio Ardila kam auf Rang drei.

Der Henninger Turm erstrahlt in diesem Jahr in orange: Der Niederländer Karsten Kroon hat den deutschen Profis beim Radklassiker "Rund um den Henninger Turm" die Schau gestohlen und zum zweiten Mal in Frankfurt triumphiert. Die Schinderei des Eifel-Rennstalls Gerolsteiner wurde am Tag der Arbeit nicht belohnt: Der Italiener Davide Rebellin wurde Zweiter, der deutsche Meister Fabian Wegmann aus Freiburg landete im Schlussspurt hinter dem Kolumbianer Mauricio Ardila (Rabobank) auf Rang vier.

"Wir haben viel Herzblut in das Rennen gesteckt"

"Schade, dass es nicht gereicht hat. Aber wir haben uns nichts vorzuwerfen. Die Jungs haben toll gerackert", sagte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer, dem mit Blick auf der Suche nach einem Hauptsponsor ab 2009 aber ein wichtiger Heimerfolg verwehrt blieb. Wegmann meinte: "Wir haben viel Herzblut in dieses Rennen gesteckt. Natürlich ist es ärgerlich, dass sich das am Ende nicht ausgezahlt hat."

Stattdessen behielt Kroon nach 179km zum zweiten Mal nach 2004 die Oberhand. Der Profi vom dänischen Team CSC trat die Nachfolge von Patrick Sinkewitz an, dessen Dopingsperre am 17. Juli abläuft. Rebellin musste sich wie schon vor fünf Tagen bei Lüttich-Bastogne mit Platz zwei trösten und verpasste damit seinen zweiten Sieg nach 2003.

Holczer hatte vor dem Start angekündigt, es "richtig krachen zu lassen" - und die Fahrer befolgten seine Worte. 100km vor dem Ziel verschärften Wegmann und Rebellin das Tempo und fuhren mit 15 weiteren Fahrern einen Vorsprung auf das Hauptfeld heraus.

Allerdings hatte der WM-Dritte Stefan Schumacher aus Nürtingen auf den Schleifen im Taunus rund um den Feldberg mit Knieproblemen zu kämpfen und gab vorzeitig auf.

Kaum in Szene setzen konnte sich der deutsche Rennstall Milram. Rekordsieger Erik Zabel, der 1999, 2002 und 2005 in der Mainmetropole gewonnen hatte, hatte seinen Start nach einem Sturz beim Ardennen-Klassiker Fleche Wallonne wegen einer Knieverletzung abgesagt. Zudem hatte auch der italienische Sprintstar Alessandro Petacchi wegen einer Bronchitis passen müssen.

47. Auflage des Rennens könnte die letzte gewesen sein

Noch unklar ist, ob die 47. Auflage auch die letzte des Rennens war. Nachdem eine Frankfurter Bierbrauerei das Engagement als Titelsponsor gekündigt hat, ist Veranstalter Bernd Moos-Achenbach noch auf der Suche nach einem neuen Geldgeber.

Verstärkt hatte Moos-Achenbach in diesem Jahr mit der Kampagne "Doping - nein danke" die Anstrengungen für einen sauberen Sport. Zusätzlich zu den Kontrollen der Verbände wurde pro Team eine weitere Probe von einem Fahrer genommen. Zudem war das umstrittene Team Liquigas im Vorfeld ausgeladen worden, nachdem sich die Italiener geweigert hatten, die Ehrenerklärung des Anti-Doping-Programms zu unterschreiben.

© SID

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