Radsport Fernfahrt
Rodriguez siegt im Alleingang

Die mit 201,5km längste Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza gewann der Spanier Joaquim Rodriguez vom Team Illes Balears mit 19 Sekunden Vorsprung. Im Gesamtklassement liegt weiter Floyd Landis (USA/Team Phonak) in Front.

Für die deutschen Nachwuchsfahrer wachsen die Bäume bei der Radfernfahrt Paris-Nizza nicht in den Himmel. Die gut gestarteten Stefan Schumacher (Gerolsteiner) und Linus Gerdemann (T-Mobile) haben auf der dritten Etappe den Strapazen Tribut zollen müssen und im Finale am Freitag keine Rolle gespielt. Das mit 201,5km längste Teilstück von Avignon nach Digne-les-Bains entschied Joaquim Rodriguez im Alleingang für sich.

Der Spanier vom Rennstall Illes Balears holte sich seinen ersten Saisonsieg mit einem erfolgreichen Ausreißversuch kurz vor dem Ziel, das er nach 4:43:34 Stunden mit 19 Sekunden Vorsprung vor dem niederländischen Rabobank-Profi Joost Posthuma erreichte. Den Spurt der Verfolger gewann auf Rang drei mit 33 Sekunden Rückstand der Franzose Jerome Pineau (Bouygues). 1:50 Minuten zurück führte Gerdemann die nächste Gruppe vor Schumacher an.

Floyd Landis bleibt in Führung

"Ich hatte einige Probleme mit dem Magen, bin aber sonst fit. Ich hoffe, das bleibt bis Nizza so", sagte Schumacher, der seinen sechsten Rang im Gesamtklassement einbüsste. Der Schwabe fiel auf den zwölften Platz zurück und hat nun 2:15 Minuten Rückstand auf den weiter führenden Phonak-Profi Floyd Landis (USA).

Den leichten Rückschlag seines Schützlinges auf der schweren Etappe mit zwei Bergwertungen der ersten Kategorie nahm Schumachers Rennstallchef Hans-Michael Holczer gelassen: "Es war heute wieder kälter, und das hat Stefan Probleme bereitet. Am Berg hat ihm Ronny Scholz helfen müssen, dadurch hat Stefan das Trikot des besten Nachwuchsfahrers behalten".

Gerdemann greift im falschen Moment an

Auch T-Mobile-Teamleiter Frans van Looy entschuldigte eine "Jugendsünde" von Gerdemann: "Er hat einen Leichtsinnsfehler gemacht, als er sieben Kilometer vor dem Berg angegriffen hat. Da hätte er besser bei der Gruppe bleiben sollen. Das konnte er nicht durchhalten".

Am Samstag steht noch einmal eine 179km lange Berg- und Talfahrt in den französischen See-Alpen mit sieben Bergwertungen zwischen Digns-les-Bains und Cannes auf dem Programm. Das erste Protour-Rennen der Saison endet nach sieben Etappen und insgesamt 1 274,8km am Sonntag auf dem Rundkurs in Nizza.

© SID

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