Radsport Giro d´Italia
Basso setzt sich auf erster Dolomiten-Etappe durch

Radprofi Ivan Basso hat sich den Sieg auf der ersten Dolomiten-Etappe des 89. Giro d´Italia gesichert. Der CSC-Kapitän setzte sich mit 1:27 Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann Gilberto Simoni (Saunier) durch.

Auf dem ersten Teilstück in den Dolomiten beim 89. Giro d´Italia hat sich CSC-Kapitän Ivan Basso den Etappensieg gesichert. Der Italiener setzte sich nach 173km zwischen Rovato und Trient bei der Bergankunft in Monte Bondone im Alleingang mit 1:27 Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann Gilberto Simoni (Saunier) durch und baute damit seine Führung im Rosa Trikot weiter aus. Jan Ullrich kam mit rund fünf Minuten Rückstand im Verfolgerfeld ins Ziel.

Während der Italiener die Konkurrenz in Grund und Boden fuhr, hatte Ullrich auf einen direkten Schlagabtausch mit den Bergspezialisten verzichtet. Der Tour-Sieger von 1997 folgte den Giro-Favoriten bei der 17 Kilometer langen Schlussoffensive nur mit halber Kraft und ersparte sich gegen den übermächtigen Basso eine Blamage.

"Ich bin nicht bis zum Anschlag gefahren. Aber ich wollte versuchen, dran zu bleiben, und das ist mir gelungen. Rund fünf Minuten Rückstand sind aus dieser Sicht nicht viel", sagte Ullrich.

Basso deklassiert die Konkurrenz

Bei der Rückkehr in die Alpen fiel die Tagesentscheidung am legendären Schlussanstieg, an dem der Luxemburger Charly Gaul vor 50 Jahren Radsport-Geschichte geschrieben hatte. Nicht so dramatisch wie Gaul, der mit dem Tageserfolg am Monte Bondone 1956 bei eisiger Kälte seinen ersten von zwei Giro-Gesamterfolgen perfekt gemacht hatte, aber ähnlich eindrucksvoll deklassierte Basso die Rivalen.

Beim Finale über 1 372 Höhenmeter mit maximal 13 Prozent Steigung hängte Basso die gesamte Giro-Elite ab. Der Topfavorit, dem das Rosa Trikot kaum noch zu nehmen sein wird, distanzierte seine Landsleute Gilberto Simoni (1:27) und Leonardo Piepoli (1:38) vom Saunier-Team auf den nächsten Plätzen klar.

"Jan hat sich ganz ordentlich geschlagen"

Noch deutlicher musste sich Savoldelli (3:30) geschlagen geben, Ullrichs kam auf dem 30. Platz in der Verfolgergruppe an. "Jan hat sich ganz ordentlich geschlagen. Er hat es heute erstmals am Berg probiert, denn wir wollen uns hier ja nur vorbereiten", sagte sein Teamleiter Rudy Pevenage.

Erst am Ende der Etappe hatten die Favoriten nach ruhiger Fahrt im über 150km geschlossenen Feld Ernst gemacht und kurz zuvor auch die Sieghoffnung von Ceramica-Profi Miguel Angel Rubiano Chavez zunichte gemacht. Der Kolumbianer hatte bei Kilometer 34 die Initiative ergriffen und einen vierstündigen Alleingang mit zeitweise über vier Minuten Vorsprung auf dem Weg zum Garda-See gestartet. Die Solovorstellung endete 21km vor dem Ziel, als Chavez von den Verfolgern eingefangen wurde.

Auch das 17. Teilstück am Mittwoch endet mit einer Bergankunft nach insgesamt 133km im 2273m hoch gelegenen Kronplatz. Der Start erfolgt in Tramin, danach stehen den Fahrern Kletterpassagen über 50km mit insgesamt zwei schweren Bergwertungen bevor. Die letzten 5,5km bis zum Gipfelziel an einem Skihang führen über einen Schotterpistenanstieg mit 24 Prozent Steigung.

© SID

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