Radsport Giro d´Italia
Basso verteidigt seinen Thron

Auf der vorletzten Etappe des Giro d´Italia hat Ivan Basso seine Konkurrenz erneut deklassiert. Der Italiener siegte auf dem 211km langen Teilstück vor seinem Landsmann Gilberto Simoni und steht somit vor dem Gesamtsieg.

Die Hochform von Radprofi Ivan Basso hält an. Auf der vorletzten Etappe des 89. Giro d´Italia wehrte der Teamkapitän des dänischen CSC-Rennstalls am Samstag auch die letzten Angriffe seiner Gegner souverän ab und holte sich auf dem 211km langen Teilstück von Trient nach Aprica seinen dritten Tageserfolg. Angesichts von 9:18 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Spanier Jose Enrique Gutierrez ist dem Italiener der Gesamtsieg am Schlusstag wohl nur noch bei einem Sturz zu nehmen.

Auf der letzten Bergetappe, bei der die Italien-Rundfahrt am 2618m hohen Gavia-Pass ihren höchsten Punkt erreichte, setzte sich Basso mit 1:17 Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann Gilberto Simoni (Saunier Duval) durch. Für den ehemaligen Straßen-Weltmeister der U 23-Klasse wäre der zu erwartende Erfolg am Sonntag der erste Gewinn einer dreiwöchigen Rundfahrt, nachdem er in den vergangenen beiden Jahren bei der Tour de France schon die Plätze zwei (2005) und drei (2004) belegt hatte.

Kein deutscher Fahrer unter den Top 30

Auch die Plätze hinter Basso und Gutierrez dürften vergeben sein. Der zweimalige Giro-Sieger Simoni (2001/2 003) liegt als Dritter im Gesamtklassement 11:59 Minuten hinter dem Spitzenreiter, der Sieger von 2004, Damiano Cunego (Italien/Lampre), hat als Vierter bereits 18:16 Minuten Rückstand und Vorjahressieger Paolo Savoldelli (Italien/Discovery) als Fünfter 19:22 Minuten. Von den ursprünglich 14 gestarteten deutschen Fahrern konnte sich keiner unter den besten 30 platzieren.

T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich war am Freitag zehn km vor Ende der 19. Etappe vorzeitig ausgestiegen. Der 32-jährige gebürtige Rostocker befand sich am Samstag bereits auf dem Weg in seine Schweizer Wahlheimat, wo er sich in den nächsten Tagen weiter auf die in fünf Wochen beginnende Tour de France vorbereiten will.

Insgesamt konnten die deutschen Tour-Starter im Verlauf der 20 Etappen bis zum Samstag drei Tagessiege holen. Neben dem Gewinn des Einzelzeitfahrens der 5. Etappe durch Ullrich sorgte der Nürtinger Stefan Schumacher vom Team Gerolsteiner mit seinen beiden Erfolgen auf dem 3. sowie 18. Teilstück für Furore. Zudem stand der Berliner Jens Voigt mit der Equipe CSC beim Teamzeitfahren ganz oben auf dem Podium.

© SID

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