Radsport Giro d´Italia
Horrach holt Etappensieg - Ullrich schont sich

Auf der 12. Etappe des Giro d´Italia hat der Spanier Joan Horrach den Tagessieg eingeheimst. Jan Ullrich kam einen Tag nach seinem Erfolg im Zeitfahren mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Beim Tagessieg des Spaniers Joan Horrach auf der 12. Etappe des Giro d´Italia hat sich T-Mobile-Star Jan Ullrich geschont und das Ziel mit dem Hauptfeld erreicht. Wie Ullrich hielt sich auch CSC-Kapitän Ivan Basso vor den Aufstieg in die Alpen am Wochenende zurück und sparte seine Kräfte. Der Italiener verteidigte das Rosa Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement jedoch souverän.

Horrach siegt vor Engels und Sella

Die vorerst letzte flachere Etappe der 89. Italien-Rundfahrt entschied der Spanier Horrach vom Team Illes Balears nach 171km zwischen Livorno und Sestri Levante in 3:55:53 Stunden mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem Niederländer Addy Engels und dem Italiener Emmanuelle Sella (Ceramica) für sich. Horrach gehörte zu einer Ausreißergruppe, die erst bei der zweiten Bergwertung am Bracco-Pass mit bis acht Prozent Steigung 19km vor dem Ziel auseinanderbrach.

Mit 1:03 Minuten Rückstand auf den Sieger belegte der "Gerolsteiner" Sven Krauß (Herrenberg) den siebten Rang, zeitgleich Neunter wurde T-Mobile-Profi Jörg Ludewig (Steinhagen). Ullrich und Basso kamen mit 7:02 Minuten Rückstand im Peloton an.

Basso hat in der Gesamtwertung weiter 2:48 Minuten Vorsprung vor Phonak-Fahrer Jose Enrique Gutierrez. Der zweimalige Giro-Sieger Paolo Savoldelli (Italien/Discovery) hat auf dem dritten Rang 3:26 Minuten Rückstand auf Basso und damit schlechte Aussichten auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Ullrich hat 18:46 Minuten hinter Basso längst nichts mehr mit dem Gesamtsieg zu tun, den allerdings auch nie im Visier gehabt.

Bei der Fahrt auf zunächst flachem Terrain entlang der ligurischen Küste mit zwei Bergwertungen in der Schlussphase hatten sich schon nach acht Kilometern zwölf Fahrer abgesetzt. Die Spitzengruppe, zu der auch Ludewig und Krauß gehörten, hatte nach einer Stunde bei Tempo 51,1 km/h einen Vorsprung von 6:15 Minuten herausgefahren.

Rosa Trikot nie in Gefahr

Im Hauptfeld hatte das CSC-Team mit Basso und dem Berliner Jens Voigt an der Spitze das Geschehen kontrolliert, ließ die Ausreißer aber weitgehend gewähren. Dem Rosa Trikot von Basso konnte von den vorderen Fahrern ohnehin niemand gefährlich werden.

Bei der Verfolgung der Flüchtlinge war es früh zu einem Sturz gekommen, in den Zeitfahr-Spezialist Sergej Gontschar verwickelt war. Während der Ukrainer weiterfahren konnte, musste der Baske Roberto Laiseka (Euskatel) ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Am Samstag seht die bislang schwerste Bergetappe auf dem Programm. Das 218km lange Teilstück beginnt in Alessandria und endet nach der Piemont-Passage bis in das Aosta-Tal am Ende der 7km langen Abfahrt vom 1951m hohen Colle San Carlo in der Skistation La Thuile.

© SID

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