Radsport Giro d´Italia
Lokalmatador Piepoli gewinnt 17. Giro-Etappe

Kletterspezialist Leonardo Piepoli hat auf der 17. Etappe des Giro d´Italia für einen "Heimsieg" gesorgt. T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich erwischte keinen guten Tag und kam mit mehreren Minuten Rückstand ins Ziel.

Lokalmatador Ivan Basso (Italien) fährt weiter seinem ersten Giro-Gesamtsieg entgegen. Bei Kälte und Schneefall im Verlauf der 17. Etappe baute der CSC-Kapitän als Tageszweiter seinen Vorsprung im Kampf um das Rosa Trikot noch einmal um ein paar Sekunden aus. Den Sieg am Ende des auf 120 km verkürzten Teilstücks von Termeno zur Bergankunft oberhalb von St. Vigil Enneberg holte sich Kletterspezialist Leonardo Piepoli (Italien/Saunier Duval), der sich gemeinsam mit Basso zwei Kilometer vor dem Ziel aus einer Spitzengruppe abgesetzt hatte.

T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun und erreichte erneut mit mehreren Minuten Rückstand das Ziel. "Das war eine harte Etappe, die durch das schlechte Wetter zusätzlich erschwert wurde. Für mich geht es vor allem darum, hier gesund durchzukommen und meinen Formaufbau nicht zu gefährden", erklärte der deutsche Radstar, der sein Leistungsvermögen am Berg möglicherweise noch einmal im Verlauf der drei bevorstehenden Etappen testen wird.

Basso beherrscht die Konkurrenz

Derweil beherrschte Ullrichs Tour-Rivale Basso erneut die Konkurrenz und vergrößerte seinen Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger Gutierrez auf 5:43 Minuten. Gesamt-Dritter ist der zweimalige Giro-Sieger Gilberto Simoni (Italien/Saunier), der an Vorjahressieger Paolo Savoldelli vorbeizog, allerdings auch schon 10:34 Minuten Rückstand aufweist.

Nach einem Protest der Fahrer war die Etappe am Mittwochmorgen von den Veranstaltern teilweise umgeleitet und die ursprünglich vorgesehene Überquerung des Würzjochs (1987 m) kurzfristig gestrichen worden. Aufgrund von Temperaturen um den Gefrierpunkt in 2000 m Höhe hatte man die Abfahrt auf der Passstraße für zu gefährlich befunden. Mit 20 Minuten Verspätung war der Tagesabschnitt schließlich gestartet worden.

Das auf dem Kronplatz (2 273 m) errichtete Ziel war fünf km weiter ins Tal hinab verlegt worden, nachdem eine geschlossene Schneedecke ein Befahren des Schlussabschnitts mit bis zu 24 Prozent Steigung unmöglich machte.

Nicht mehr angetreten war am Morgen Ullrichs ukrainischer Teamkollege Sergej Gontschar. Der 35 Jahre alte frühere Zeitfahr-Weltmeister, der in der ersten Woche der Rundfahrt zwei Tage das Rosa Trikot getragen hatte, war vergangenen Freitag in einen Massensturz verwickelt und hatte sich dabei ein großes Hämatom am Rücken zugezogen. Zuvor hatte schon der Australier Michael Rogers, der ebenfalls für den Bonner Rennstall fährt, das Rennen wegen starker Zahnschmerzen aufgegeben.

Fortgesetzt wird die Italien-Rundfahrt am Donnerstag mit dem 18. Teilstück, das über 210 km von Sillian nach Gemona del Friuli führt. Höchster Punkt der Etappe ist der Plöckenpass in 1 360 m Höhe, der bereits nach 80 km überquert wird.

© SID

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