Radsport Giro d'Italia
Mentschow gewinnt den Giro

Das letzten Einzelzeitfahren des Giro d'Italia beendete Rabobank-Profi Dennis Mentschow mit 41 Sekunden Vorsprung. Damit krönt der Russe seine Karriere mit dem Sieg des Giro.

Der Russe Dennis Mentschow hat die Jubiläums-Ausgabe des Giro d'Italia gewonnen und den größten Erfolg seiner Karriere perfekt gemacht. Der Rabobank-Profi ließ sich im abschließenden Einzelzeitfahren über 14,4km in Rom den Sieg trotz eines Sturzes 900 Meter vor dem Ziel nicht mehr nehmen und lag am Ende in der Gesamtwertung 41 Sekunden vor dem Italiener Danilo Di Luca (LPR). Den abschließenden Kampf gegen die Uhr gewann der Litauer Ignatas Konovalovas (Cervelo) mit einer Zeit von 18:42 Minuten und einer Sekunde Vorsprung vor dem Briten Bradley Wiggins (Garmin).

Der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong beendete seine erste dreiwöchige Rundfahrt seit fast vier Jahren auf einem beachtlichen 12. Platz. Im Kampf gegen die Uhr landete der Texaner mit 1:19 Minuten Rückstand auf Sieger Konovalovas auf dem 53. Platz.

Armstrong im Gebirge mit aufsteigender Form

Zwar verpasste Armstrong zum 100-jährigen Jubiläum der Italien-Rundfahrt seinen angestrebten Etappensieg, in der letzten Woche zeigte er aber im Gebirge aufsteigende Form. "Das waren drei gute Wochen für uns. Ich bin sehr zufrieden", meinte Teamchef Johan Bruyneel, auch wenn sein Kapitän Levi Leipheimer als Fünfter (5:27 Minuten zurück) nicht in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen konnte.

Den sicherte sich stattdessen Mentschow, der allerdings auf der Zielgeraden der Rundfahrt noch eine Schrecksekunde überstehen musste. Er rutschte auf den regennassen Kopfsteinpflaster in Rom mit seinem Rad weg. Der Russe rappelte sich sofort wieder auf, schnappte sich ein neues Rad und ließ sich den Triumph nicht mehr nehmen.

Mentschow im Visier der Dopingfahnder

Der 31-Jährige gewann nach den Triumphen bei der Vuelta 2005 und 2007 seine dritte große Rundfahrt. Allerdings dürften auf den Russen in den nächsten Wochen unangenehme Fragen zukommen. Sein niederländischer Rennstall ist im Zuge der Ermittlungen in der Humanplasma-Affäre ins Visier der Dopingfahnder geraten - und dabei taucht immer wieder der Name Mentschow auf.

Zu den Gewinnern des 92. Giros zählte auch das Team Columbia. Gleich fünf Etappensiege feierte der T-Mobile-Nachfolge-Rennstall. Drei davon fuhr Mark Cavendish ein, der wie schon bei der Tour de France im vergangenen Jahr zum König der Sprinter avancierte.

© SID

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