Radsport Giro d´Italia
Piepoli gewinnt erste Alpen-Etappe

Im Finale der 13. Etappe des 89. Giro d´Italia hat sich Leonardo Piepoli vom Rennstall Saunier Duval mit 43 Sekunden Vorsprung gegen Ivan Basso durchgesetzt. Der CSC-Kapitän baute seine Gesamtführung trotzdem weiter aus.

Beim 89. Giro d´Italia hat Leonardo Piepoli vom Rennstall Saunier Duval die erste Alpen-Etappe für sich entschieden. Der Italiener setzte sich im Finale des 13. Teilstücks nach 218km zwischen Alessandria und der Ski-Station La Thuile mit 43 Sekunden Vorsprung gegen CSC-Kapitän Ivan Basso (Italien) durch. Trotzdem baute Basso seine Führung im Gesamtklassement weiter aus. T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich hatte vor dem Schlussanstieg abreißen lassen.

Ullrich geht Duell mit Basso aus dem Weg

Ohne Siegambitionen beendete Ullrich weit hinter seinem glänzend aufgelegten Erzrivalen Basso die erste Alpen-Etappe. Exakt sechs Wochen vor dem Prolog der 93. Tour de France ließ Ullrich bei der Bergwertung der ersten Kategorie in der Schlussphase des verregneten Teilstücks abreißen und vermied den direkten Vergleich mit seinem potenziellen Tour-Rivalen. "Ich bin ohne Stress mein Tempo gefahren. Es war fürchterlich kalt. Ich wollte mich nicht erkälten", sagte Ullrich.

Der letztjährige Tour-Zweite Basso führt nun in der Gesamtwertung mit 3:27 Minuten Vorsprung vor dem Spanier Jose Enrique Gutierrez (Phonak) und Disovery-Kapitän Paolo Savoldelli (Italien), der als Titelverteidiger 5:30 Minuten Rückstand auf Basso hat.

Nach einem überwiegend flachem Abschnitt wurde die Etappe erst in der Schlussphase entschieden. Bei der über zehn Kilometer langen Kletterpartie mit bis zu 15 Prozent Steigung zum 1951m hohen Colle San Carlo trennte sich die Spreu vom Weizen. Ullrich verzichtete bei Bassos Gipfelsturm vor der sieben Kilometer langen Schlussabfahrt zum Ziel in dem wegen seiner Forellenzucht weit bekannten La Thuile auf einen Kraftakt.

Knees´ Ausreißversuch scheitert

Vor der Schlussoffensive hatte lange ein Ausreißer-Sextett dominiert. Die Fluchtgruppe mit dem Bonner Christian Knees vom deutsch-italienischen Milram-Rennstall war nach knapp zwei Stunden bei Kilometer 87 dem Peloton davongefahren, das bis dahin mit rund 50 km/h ein hohes Tempo vorgelegt hatte.

Auf der Fahrt durch Piemont Richtung Aosta-Tal fuhr die Spitzengruppe maximal 5:48 Minuten Vorsprung heraus. Der Vorsprung begann erst auf den letzten 40km kurz vor dem Denkmal des in Aosta geborenen ersten Tour-de-France-Siegers Maurice Garin nahe Europas höchster Weinkellerei (923m) in Morgex zu schmilzen.

Zahnschmerzen stoppen Weltmeister Rogers

Für den dreimaligen Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers vom T-Mobile-Team war der Giro am Samstag derweil beendet. Der Australier stieg wegen starker Zahnschmerzen und einer Infektion aus. Nicht mehr dabei ist auch Sprintstar Robbie Mcewen, der zum Auftakt drei Etappen gewann. Der Vize-Weltmeister von 2002 verzichtete auf den Alpen-Aufstieg und kehrte in seine Wahlheimat Belgien zurück.

Am Sonntag macht die Giro-Karawane einen Abstecher ins Schweizer Hochgebirge. Auf den 223km von Aosta nach Domodossola durch das Schweizer Wallis sind der 1875m hohe San Bernandino sowie die 2005m am Simplon-Pass zu überwinden, bevor es zum Ziel nach Oberitalien zurückgeht.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%