Radsport Giro d´Italia
Savoldelli siegt, Ullrich kommt als 80. an

Jan Ullrich hat auf der ersten Etappe des 89. Giro d´Italia erwartungsgemäß keine Top-Platzierung erzielt. Besser lief es für Stefan Schumacher, der Vierter hinter Sieger Paolo Savoldelli über 6,2 Kilometer wurde.

Wie erwartet ist der T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich auf der ersten Etappe des 89. Giro d´Italia der Radprofis nur hinterher gefahren. Für die Überraschung des Tages sorgte hingegen Stefan Schumacher vom Team Gerolstein, der nach 8:03 Minuten im Einzelzeitfahren über 6,2 Kilometer als Vierter ins Ziel kam. Der ehemalige Tour-de-France-Sieger Ullrich musste sich dagegen im belgischen Seraing nach 8:39 Minuten mit dem 80. Platz unter 198 Fahrern begnügen. Der Rostocker hatte allerdings vor seinem zweiten Saisonstart ohnehin nicht mit einem Topresultat gerechnet, vielmehr soll ihm die Rundfahrt durch Italien zum Formaufbau für die Tour de France im Juli dienen.

"Ich bin mit meinem Abschneiden zufrieden. Ich bin in den Regionen gelandet, die ich mir vorgestellt habe. Das war ein schöner, schwieriger Auftakt. Es bleibt dabei, dass ich den Giro als Vorbereitung sehe", erklärte Ullrich, der 49 Sekunden hinter Savoldelli lag. Bei der Tour de Romandie hatte der Tour-Sieger von 1997 auf den Italiener auf 3,4 Kilometer 26 Sekunden verloren.

Paolo Savoldelli wird Tagessieger

Der Tagessieg ging in 7:50 Minuten (Schnitt 47,489 km/h) an den italienischen Vorjahresgewinner Paolo Savoldelli (Discovery Channel) vor dem Australier Bradley Mcgee (0:11 Minuten zurück) und dem Spanier Jose Gutierrez Cataluna (0:13). In Lauerstellung liegen Salvodellis Landsleute Danilo di Luca (Liquigas) als 10. mit 19 Sekunden Rückstand und Ivan Basso vom dänischen CSC-Team, der 23 Sekunden zurück auf Platz 13 folgt.

Nach seiner klasse Leistung auf einer anspruchsvollen Strecke, mit einer schwierigen Steigung auf 183m, zeigte sich der Nürtinger Stefan Schumacher zufrieden und optimistisch. "Am Berg habe ich Zeit gut gemacht. Ich hatte nicht mit einem Resultat unter den ersten Zehn gerechnet. Ich habe mir vorgenommen, eine Etappe zu gewinnen. Vielleicht gelingt mir das schon in den nächsten Tagen. Das Gelände in den Ardennen liegt mir", sagte der 24-Jährige, der 2006 seine bislang beste Saison absolviert.

Schumacher macht auf sich aufmerksam

Im April hatte er die Sarthe-Rundfahrt über vier Tage gewonnen und seinem Team einen weiteren Saisonerfolg beschert. Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer sagt über seinen Schützling: "Stefan hat schon die gesamte Saison angedeutet, dass er sich stark verbessert hat."

Schumachers italienischer Teamkollege Davide Rebellin belegte Platz neun (0:18), der Berliner Jens Voigt (CSC) wurde mit 25 Sekunden Rückstand auf den Sieger 14.. Olaf Pollack (Kolkwitz/0:33) landete auf Rang 28, hatte sich aber einiges vorgenommen. "Wie vor zwei Jahren möchte ich mit Etappensiegen am Anfang ins Rosa Trikot des Führenden fahren", so dert-Mobile-Fahrer.

Savoldelli: "Das war sehr gefährlich"

Sieger Paolo Savoldelli, der in der Schlusskurve vor der langen Zielgeraden noch einmal wackelte, war froh, dass er heil ins Ziel kam. "Das war sehr gefährlich. Ich hatte hohes Tempo, konnte die Kontrolle aber noch behalten", sagte der Mann aus Bergamo, bevor er am Sonntag seines 33. Geburtstag in rosa feiern darf.

Überschattet wurde der Auftakt von den Verletzungen von drei Zuschauern, als sich ein Fahrrad von einem Begleitfahrzeug gelöst hatte. Unter den Verletzten befanden sich ein kleines Mädchen und eine schwangere Frau.

© SID

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