Radsport Giro d´Italia
T-Mobile-Profi Gontschar neuer Giro-Spitzenreiter

Nach dem Mannschaftszeitfahren des Giro d´Italia ist es an der Spitze zur Wachablösung gekommen. Neuer Träger des Rosa Trikots ist T-Mobile-Profi Sergej Gontschar, dessen Team hinter CSC auf Rang zwei landete.

Sergej Gontschar vom T-Mobile-Team ist neuer Spitzenreiter beim Giro d´Italia. Der Ukrainer löste Stefan Schumacher vom Team Gerolsteiner auf der fünften Etappe im Rosa Trikot ab. Gontschar führt nun die Gesamtwertung mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem Berliner Jens Voigt vom dänischen CSC-Team an.

Beim Mannschaftszeitfahren über 35km von Piacenza nach Cremona südlich von Mailand setzte sich das CSC-Team in 36:56 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung vor dem T-Mobile-Express von Jan Ullrich durch. Gerolsteiner belegte in 37:59 Minuten Platz sechs unter 22 Mannschaften. Der 24-jährige Schumacher hatte die Führung mit seinem Sieg auf der dritten Etappe am Montag in Namur übernommen. "Ich bin außer mir vor Freude, dass es so gut gelaufen ist", sagte ein strahlender Ullrich im Ziel.

Den Sieg verpasste die Magenta-Truppe dabei nach 35 Kilometern nur hauchdünn. "Natürlich ist das ein schöner Tag für uns", freute sich Teamchef Olaf Ludwig. "Noch schöner wäre er gewesen, wenn uns mit dem Tagessieg der Doppelschlag gelungen wäre. Wir waren am Ende klar die Stärksten."

Form von Ullrich zeigt nach oben

Die Aufholjagd wurde nur deshalb nicht gekrönt, weil Matthias Kessler als fünfter Mann den Anschluss 500 Meter vor dem Ziel etwas verpasst hatte. "Trotzdem war es eine riesige Vorstellung", meinte der sportliche Leiter Rudy Pevenage: "Vor allem Jan hatte daran großen Anteil, seine Form zeigt immer mehr nach oben."

Mit 13 Sekunden Vorsprung auf Vorjahressieger Paolo Savoldelli (Discovery Channel) und 31 Sekunden auf Gontschar war Schumacher auf die Strecke gegangen, die kurzfristig von 38 auf 35km verkürzt worden war. Am Start in der Stradivari-Stadt Piacenza hing der Himmel für die Eifel-Truppe noch voller Geigen, doch am Ende musste man sich 63 Sekunden hinter CSC mit Platz sechs begnügen.

"Wir sind trotzdem nicht enttäuscht, denn wir haben uns gut geschlagen", sagte Christian Henn als sportlicher Leiter. "Den tollen Auftakt kann uns keiner mehr nehmen. Alles, was jetzt kommt, ist Zugabe", hatte Teamchef Hans-Michael Holczer schon vorher gesagt.

Discovery-Team auf Rang drei

Bei idealen Bedingungen mit leichtem Rückenwind und 30 Grad lag T-Mobile auf dem durchgehen flachen Kurs nach 22km noch 15 Sekunden hinter CSC zurück, machte dies aber immer mehr wett. Enttäuschender verlief der Tag für das hoch gehandelte Discovery-Team um Vorjahressieger Paolo Savoldelli. Trotz Anfeuerung durch Ex-Kapitän Lance Armstrong im Begleitwagen reichte es mit 39 Sekunden Rückstand nur zu Platz drei. Damit zog der Tour-Zweite Ivan Basso (CSC) in der Gesamtwertung an seinem italienischen Rivalen vorbei.

Das deutsch-italienische Milram-Team mit dem Bonner Christian Knees, dem Sieger von Rund um Köln, hatte zwischenzeitlich mit 38:09 Minuten für eine Bestzeit gesorgt, obwohl Kapitän Alessandro Petacchi fehlte.

Es war die erste Etappe auf italienischem Boden nach dem diesjährigen Auftakt in Belgien. Am Freitag geht es auf der flachen siebten Etappe über 227 km von Busseto nach Forli Richtung Süden. Am Wochenende warten im Apennin zwei Schlussanstiege auf die Fahrer.

© SID

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