Radsport Giro d´Italia
T-Mobile Team nominiert Ullrich für Giro d´Italia

Rennstall T-Mobile Team wird beim Giro d´Italia (6. bis 28. Mai) mit Jan Ullrich (Rostock) an den Start gehen. Für den 32-Jährigen ist es die zweite Teilnahme seit 2001, als er das Endklassement auf Platz 52 abschloss.

Radprofi Jan Ullrich wird seinem Rennstall T-Mobile Team beim Giro d´Italia (6. bis 28 Mai) zur Verfügung stehen. Jedoch wird der Rostocker beim Start am Samstag im belgischen Seraing mit dem Prolog über 6,2km nicht als Kapitän an den Start gehen. Für den 32-Jährigen ist es die zweite Teilnahme an der Italien-Rundfahrt nach 2001, wo der Tour-de-France-Sieger von 1997 im Endklassement Platz 52 mit 1:31 Stunden Rückstand belegte.

Giro d´Italia als Vorbereitung auf die Tour de France

Ein ähnliches Abschneiden ist auch diesmal zu erwarten, denn der Star will sich ausdrücklich mit einer Komparsenrolle begnügen. "Es geht nicht um einen vorderen Platz. Der Giro ist wichtig für meinen Kopf. Wenn ich mein Tempo halten kann, dann weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg zur Tour bin", sagt der Wahl-Schweizer. Alles ist auf die Frankreich-Rundfahrt vom 1. bis 23. Juli ausgerichtet.

Nach der ohne Knieprobleme überstandenen Romandie-Rundfahrt zeigt sich Ullrich zuversichtlich. "Ich freue mich auf die drei Wochen und möchte möglichst bis zum Ziel in Mailand durchfahren." Das wäre auch für seinen sportlichen Leiter Rudy Pevenage ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Tour: "Vor allem die letzte Giro-Woche wird richtig hammerhart."

Fünf Bergankünfte stehen an, insgesamt geht es über 3526km, darunter ein Mannschafts- und ein Einzelzeitfahren. Prolog und die ersten drei Etappen finden in Wallonien statt, danach geht es per Flugzeug nach Italien.

"Jan glaubt an sich selbst"

"Ich fühle mich super, denn in der Romandie habe ich gespürt, wie ich in kleinen Schritten vorankomme", ließ Ullrich vor der Anreise wissen. Aus seiner Umgebung verlautete, der Tour-Dritte sei locker wie lange nicht mehr. Die Zweifel, die er vor seinem Auftritt in der Schweiz gehabt habe, seien verschwunden. "Jan glaubt an sich selbst, und das ist das Wichtigste; er lässt sich durch nichts beirren", meinte ein Betreuer.

So spät wie nie war Ullrich am 25. April zu seinem Saisondebüt angetreten. Am Ende der schweren Rundfahrt hatte er zwar fast 50 Minuten Rückstand auf den Sieger Cadel Evans (Australien), musste aber "nie Angst vor dem Besenwagen haben", wie er zufrieden meinte. Beim Giro will er die mangelnde Rennpraxis endgültig aufholen. Dabei kommt ihm entgegen, dass die ersten Etappen verhältnismäßig leicht sind und so dem Einrollen dienen können.

In den Dolomiten und Alpen wird er erst gar nicht versuchen, mit den italienischen Favoriten mitzugehen. Auch nicht mit CSC-Kapitän Ivan Basso, der bei der Tour 2005 Platz zwei vor dem Deutschen belegte und diesmal das Double Giro-Tour anstrebt.

Für einen vorderen Rang im Gesamtergebnis kommt wohl am ehesten der Ukrainer Sergej Gontschar in Frage, der 2004 Zweiter und im Vorjahr Sechster wurde und zu Saisonbeginn zu T-Mobile wechselte. Etappensiege könnten vor allem Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers (Australien) und Matthias Kessler (Nürnberg) anstreben.

Das T-Mobile-Aufgebot für den 89. Giro d´Italia (6. bis 28. Mai):

Jan Ullrich (Rostock), Scott Davis (Australien), Sergej Gontschar (Ukraine), Matthias Kessler (Nürnberg), Andre Korff (Erfurt), Jörg Ludewig (Halle/W.), Olaf Pollack (Kolkwitz), Frantisek Rabon (Tschechien), Michael Rogers (Australien); Sportlicher Leiter: Rudy Pevenage.

© SID

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