Radsport International
Ex-Armstrong-Arzt wegen Verjährung freigesprochen

Der vermeintliche "Dopingarzt" Michele Ferrari ist von einem Gericht in Bologna vom Vorwurf des schweren Sportbetruges und Pharmazeutika-Missbrauchs im Radsport freigesprochen worden. Der Fall war verjährt.

Ein Gericht in Bologna hat den vermeintlichen italienischen "Dopingarzt" Michele Ferrari freigesprochen. Der frühere Betreuer von Lance Armstrong stand wegen schweren Sportbetrugs und Pharmazeutika-Missbrauchs im Radsport vor Gericht. Grund des Freispruchs war die Verjährung des Falles.

Erstinstanzlich war Ferrari am 1. Oktober 2004 zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung und zur Zahlung einer Strafe von 900 Euro verurteilt worden. Der ehemalige Universitäts-Forscher sieht sich als Opfer einer Hetzkampagne der Medien.

Keine Versorgung mit leistungssteigernden Mitteln

Ferrari hatte lange auch den siebenmaligen Tour-Sieger Lance Armstrong (USA) behandelt, der nach dem ersten Urteil erklärt hatte: "Dr. Ferrari war ein langjähriger Freund und Ratgeber von mir und dem Team. Während dieser Zeit hat er mich nie mit irgendwelchen leistungssteigernden Präparaten versorgt."

Als Belastungszeuge war damals unter anderem der italienische Radprofi Filippo Simeoni aufgetreten. Dieser hatte behauptet, von Ferrari EPO gespritzt bekommen zu haben. Armstrong und Simeoni hatten sich gegenseitig wegen Verleumdung angezeigt, die Klagen aber dann zurückgezogen.

© SID

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