Radsport International
"Fall Armstrong" noch nicht abgeschlossen

Lance Armstrong muss sich auch im kommenden Jahr mit den Dopingvorwürfen gegen seine Person auseinandersetzen. "Es wird nichts eingestellt. Wir werden ruhig ermitteln", bestätigte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada.

Der "Fall Armstrong" ist noch nicht zu den Akten gelegt: Die Untersuchungen nach diversen Doping-Vorwürfen gegen den im Sommer zurückgetretenen siebenmaligen Tour-de-France-Sieger werden auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Das bestätigte Dick Pound, der Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada).

"Wir werden ruhig ermitteln"

"Es wird nichts eingestellt. Wir werden ruhig ermitteln. Die Sache eilt nicht, denn er fährt je keine Rennen mehr. Aber es gibt noch Fragen, die beantwortet werden müssen", sagte Pound in einem Interview mit der britischen Nachrichtenagentur Reuters.

Angebliche Beweise von Armstrongs Praktiken mit EPO-Doping aus dem Jahr 1999 hatte die französische Fachzeitung L´Equipe veröffentlicht. Seit der L´Equipe-Publikation laufen Untersuchungen, wobei die Herkunft und Beschaffung der Beweisdokumente umstritten ist.

Kritik an der UCI

Die Rolle des Radsport-Weltverbandes UCI im Umgang mit dem "Fall Armstrong" wird von Pound gerügt: "Die UCI sagt, dass sie den Fall untersucht. Aber Ergebnisse sind nicht zu sehen und Informationen nicht zu erhalten. Also müssen wir uns selbst darum kümmern. Das einzige, was die UCI interessiert, ist die Quelle der L´Equipe-Leute", sagte der Wada-Chef.

© SID

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