Radsport International
Godefroot und Astana gehen getrennte Wege

Der frühere Telekom-Teamchef Walter Godefroot ist nicht mehr als Berater des Astana-Rennstalls tätig. Teamchef Marc Biver bestätigte das Aus des Belgiers in einem Interview.

Walter Godefroot ist nicht mehr als Berater des Radrennstalls Astana beschäftigt. Der Belgier, der nach Aussagen von Radprofi Jörg Jaksche und dem belgischen Betreuer Jef D'hont in das systematische Doping im Magenta-Team verwickelt gewesen sein soll, hat laut Teamchef Marc Biver seine Arbeit für die kasachische Mannschaft um die Kapitäne Alexander Winokurow und Andreas Klöden vorzeitig eingestellt; die war ursprünglich bis zum Saisonende vereinbart.

"Jetzt haben wir keinen Bedarf mehr für ihn"

"Er war Berater und sollte die technischen Strukturen in unserem neuen Team helfen mitaufzubauen. Das hat er getan. Jetzt haben wir keinen Bedarf mehr für ihn", sagte Biver dem Berliner Tagesspiegel. Ein Zusammenhang mit den Doping-Vorwürfen, die Jaksche gegen seinen ehemalige Chef Godefroot in seiner Beichte im Spiegel erhoben hatte, bestehe demnach nicht.

"Jaksche spuckt jetzt in die Suppe"

Dem doping-geständigen Jaksche warf Biver vor, "Gerüchte in die Welt zu setzen", weshalb der Schweizer eine weitere Überprüfung der Vorwürfe - auch im Zusammenhang mit Winokurow - ablehnt. "Wenn Jörg Jaksche mehrere Tausend Euro bekommt für einen netten Artikel im Spiegel, dann fehlt mir da die Objektivität. Zumal er selber jahrelang von dem System profitiert hat und jetzt in die Suppe spuckt."

Interne Maßnahmen seines Teams gegen Doping lehnt Biver ab. "So etwas, wie es CSC macht, wird es bei uns nicht geben, weil das schon die ärztliche Schweigepflicht verbietet. Wir haben genau dieselben Kontrollen und Maßnahmen gegen Doping ergriffen wie alle anderen Teams auch. Warum sollten wir jetzt verurteilt werden, bloß weil wir die besten Fahrer haben?"

Astana bringt mit Winokurow und Klöden zwei Mitfavoriten an den Start der am Samstag beginnenden Tour de France. Mit dem Nürnberger Matthias Kessler und dem Italiener Eddy Mazzoleni musste das Team vergangene Woche gleich zwei Fahrer wegen Doping-Verdachts suspendieren und aus dem Tourkader streichen.

© SID

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