Radsport International
Kolumbianer Botero vor Karriereende

Ex-Telekom-Fahrer Santiago Botero denkt offenbar über sein Karriereende nach. Nach der internen Sperre durch seinen Rennstall Phonak hat der 33-Jährige verkündet, in diesem Jahr keine Rennen mehr bestreiten zu wollen.

Rad-Profi Santiago Botero hat den Glauben an eine Fortsetzung seiner Karriere weitgehend verloren. Der wegen Dopingverdachtes von seinem Schweizer Phonak-Rennstall intern gesperrte Kolumbianer sagte der in seiner Heimatstadt Medellin erscheinenden Zeitung El Tiempo, er werde in diesem Jahr kein Rennen mehr bestreiten.

Botero gab freimütig seine langjährige Verbindung zu den zwei wahrscheinlichen Hauptakteuren der spanischen Dopingaffäre zu, dem Arzt Eufemio Fuentes und dem sportlichen Leiter Ignacio Laberta. Er sei seit 1995 von ihnen betreut worden, als er mit 21 Jahren aus Kolumbien zum Kelme-Rennstall gekommen war. Den Kontakt habe er nie abgebrochen, weil er sich gut betreut fühlte; er habe aber nie unerlaubte Mittel von ihnen erhalten.

Phonak nimmt Botero und Gutierrez aus dem Rennen

Phonak hatte am Freitag bekannt gegeben, Botero und den spanischen Giro-Überraschungszweiten Jose Enrique Gutierrez "im Interesse der Mannschaft" nicht mehr einsetzen zu wollen, ehe die Untersuchungen "mehr Klarheit" erbracht hätten.

Die Zwangspause habe ihm jede Moral genommen, sagte Botero, der in seinem besten Jahr 2002 Zeitfahr-Weltmeister und Tour-Vierter geworden war. "Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, überhaupt noch einmal in den Sattel zu steigen. Obwohl ich unschuldig bin, wird man nach jedem Sieg von mir sagen, ich hätte nur gewonnen, weil ich gedopt war."

2003 war Botero zu Telekom gewechselt, wo er die Erwartungen in keiner Weise erfüllte. 2005 ging er zu Phonak und fuhr sofort wieder in die Spitze, so mit einem Sieg bei der Tour de Romandie und Platz zwei in der Dauphine Libere.

© SID

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