Radsport International
Mcquaid zeigt Kooperationsbereitschaft

UCI-Präsident Pat Mcquaid signalisiert gegenüber dem Tour-Organisator ASO Gesprächsbereitschaft, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Im Vorfeld der Rundfahrt Paris-Nizza geht der Streit zwischen dem Radsport-Weltverband UCI und der Tour-Organisation ASO in die nächste Runde. UCI-Präsident kündigte Kooperationsbereitschaft an, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

"Ich bin gesprächsbereit, was die Zukunft angeht - aber ich werde nicht verhandeln mit Leuten, die mir eine Pistole an den Kopf halten", sagte der Ire der Tageszeitung Die Welt (Dienstag-Ausgabe). Er unterstrich gleichzeitig: "Die Regierung des Radsports ist die UCI, sie ist anerkannt von Sportministerien und Internationalem Olympischen Komitee. Wir erstellen die Regeln."

Die UCI hat in dem Streit mit der ASO die Protour-Teams massiv unter Druck gesetzt. Die UCI droht den Radprofis bei Teilnahme an der von der ASO organisierten Rundfahrt Paris-Nizza (9. bis 16. März) mit Sperren von bis zu sechs Monaten und ausbleibendem Versicherungsschutz.

Mcquaid rudert zurück

Im Gespräch mit der Welt relativierte Mcquaid diese Drohung. "Zuallererst: Wir wollen keinen Fahrer von Olympia ausschließen oder olympische Mannschaften sanktionieren. Das ist nicht mein Ziel", sagte Mcquaid: "Aber ja, wir könnten dennoch Fahrer bestrafen. Schuld daran sind Leute, die falsche und illegale Entscheidungen treffen. Wir müssen beispielsweise erwägen, den französischen Verband zu sanktionieren, indem wir ihn etwa von Weltmeisterschaften ausschließen."

Das Traurigste für ihn an allem sei, "dass es hier nicht um Sport geht. Es geht hier um Fehlentscheidungen und um eine mächtige Organisation, die über den Radsport bestimmen will". Es gebe "sehr starke Gerüchte, dass sie eine eigene Liga mit eigenen Rennen gründen wollen. Nun könnte es zu einem Showdown kommen, indem die Teams Farbe bekennen müssen, wem sie folgen", sagte Mcquaid: "Nehmen sie an Paris-Nizza teil, wäre das quasi die moralische Legitimation dafür."

Unterdessen hat Mcquaid begrüßt, dass der europäische Radsport-Verband UEC den Weltverband unterstützt und mit einer großen Mehrheit entschieden hat, den französischen Verband aufzufordern, Paris-Nizza oder jedem anderen Rennen außerhalb des bestehenden Regelwerks die Authorisierung zu entziehen. `Diese Entscheidung zeigt deutlich, dass die nationalen Verbände in Europa wollen, dass die auf ihrem Kontinent organisierten Rennen die UCI-Regeln respektieren', sagte Mcquaid in einer Presseerklärung des UCI: `Das ist ein Schlag gegen jeden, der an eine Abspaltung vom bestehenden Regelwerk denkt.'

© SID

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