Radsport International
Nuyens gewinnt dritte Etappe der Tour de Suisse

Der Belgier Nick Nuyens hatte auf der dritten Etappe der Tour de Suisse die Nase vorn. T-Mobile-Profi Linus Gerdemann musste sich im Sprint geschlagen geben. T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich kam erneut im Hauptfeld ins Ziel.

T-Mobile-Profi Linus Gerdemann hat auf der dritten Etappe der 70. Tour de Suisse den Tagessieg knapp verpasst. Der Kölner musste sich nach 183,9km über welliges Terrain zwischen Einsiedeln und Arlesheim im Sprint einer vierköpfigen Spitzengruppe nur dem Belgier Nick Nuyens geschlagen geben. Dritter wurde der Ansbacher Jörg Jaksche. Wie schon an den vergangenen beiden Tagen erreichte T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich erneut im Hauptfeld das Ziel.

"Das Team hat prima gearbeitet und ich bin zuversichtlich, dass ich am Ende auch auf einem guten Platz im Gesamtklassement lande", meinte Gerdemann nach seiner starken Leistung.

"Zeit des Einrollens ist vorbei"

Ullrich ließ auf der hügeligen Etappe am Montag erstmals die Muskeln spielen und beteiligte sich an der Jagd auf den Gerolsteiner "Flüchtling" Marcel Strauss. "Die Zeit des Einrollens ist vorbei. Von nun an wird es jeden Tag schwerer", hatte Ullrich erkannt und erstmals entsprechend reagiert. Als Strauss 21km vor dem Ziel die Segel strich, war Ullrich in einer achtköpfigen Spitzengruppe mit Gerdemann und Jaksche zur Stelle. Am Kampf um den Etappensieg beteiligte er sich indes nicht.

Die Fahrt von der Urschweiz Richtung Basel hatte der Tour-Tross bei hochsommerlichen Temperaturen zunächst ruhig angehen lassen. Erst 45km nach dem Start um 12.32 Uhr in der Ostschweiz wurde die erste Attacke gefahren und gleich auch wieder vereitelt.

Doch acht Kilometer später griff Strauss mit dem spanischen Euskatel-Profi Alan Perez an seiner Seite an. Beim Anstieg zur Hauenstein-Passhöhe (3. Kategorie) über 300 Höhenmeter bei Kilometer 108 hatte das Spitzenduo knapp vier Minuten Vorsprung. Strauss, der wie Ullrich mit nur 18 Sekunden Rückstand auf Bennati die Reise ins Birstal angtreten hatte, fuhr zu diesem Zeit im virtuellen Goldtrikot.

Nach 110km war die Flucht zu Ende

Der Eidgenosse durfte sich mit Perez vor heimischer Kulisse weiter den Fans präsentieren, der Rückstand des Hauptfeldes blieb auch auf den nächsten 40km nahezu konstant. Erst als Strauss am Ziegelschüren-Anstieg (4. Kategorie) 16km vor der ersten Arlesheim-Zieldurchfahrt inzwischen ohne Perez die insgesamt letzten 46km des Tages in Angriff nahm, war sein Vorsprung unter die Drei-Minuten-Marke gefallen. Nach insgesamt 110km war die Flucht zu Ende.

Als Punktejäger war Strauss´ Landsmann Michael Albasini am Montag unterwegs. Der Liquigas-Profi eroberte dabei sowohl das rosa Berg- als auch das braune Sprint-Trikot.

Am Dienstag wird das Streckenprofil rauher. Auf den 161,6km von Niederbipp nach La Chaux-de-Fonds geht es fast ständig hinauf, allerdings gibt es erst auf den letzten 40km zwei Bergwertungen der dritten Kategorie. Zähler für das rote Trikot des Punktbesten werden an drei Sprintprüfungen vergeben.

© SID

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