Radsport International
Vandenbroucke: Alkohol und Drogen im Spiel

Nach Zeugenangaben hat Radprofi Frank Vandenbroucke kurz vor seinem Tod viel Alkohol zu sich genommen. Zudem wurden bei der Autopsie Einstichstellen im Arm des Belgiers entdeckt.

Beim Tod des belgischen Radprofis Frank Vandenbroucke waren offenbar große Mengen Alkohol und auch Drogen im Spiel. "Ich bin am Montag mit dem Hotelier in das Zimmer gegangen. Frank lag auf dem Bett. Er war tot. Daneben lag ein Beutel mit Drogen, einer Spritze und einem Teelöffel. Aber ich habe nicht gesehen, wie Frank die Drogen genommen hat", sagte die Prostituierte Seynabou Diop der Zeitung Het Laatste Nieuws. Die 30-Jährige hatte Vandenbroucke in der Nacht vor seinem Tod in dessen Urlaubsort Saly/Senegal kennengelernt.

Diop sagte, sie habe Vandenbroucke am Sonntagabend in einer Bar getroffen. Er sei sehr zuvorkommend gewesen, habe aber auch viel getrunken. "Eine Flasche Champagner und eine Flasche Whiskey", sagte Diop. Sie begleitete Vandenbroucke zum Hotel, er bat sie jedoch am Pool zu warten, weil er sich nicht gut fühlte.

Wenig später ging die momentan wegen des Diebstahls von zwei Mobiltelefonen und Bargeld inhaftierte Diop in Vandenbrouckes Zimmer. "Er schlief sitzend auf dem Bett. Sein Kopf war zwischen den Beinen, auf seinen Füßen war Erbrochenes", sagte Diop. Sie habe dann das Zimmer verlassen. Erst am Nachmittag sei sie wiedergekommen und habe den Leichnam entdeckt.

Bei der Autopsie von Vandenbrouckes Leichnam waren Einstichstellen im Arm entdeckt worden. Der Körper soll nach Belgien überführt werden, dort sollen genauere toxikologische Untersuchungen vorgenommen werden, um festzustellen, ob Drogenmissbrauch im Zusammenhang mit seinem Tod steht. Die Todesursache war eine beidseitige Lungenembolie.

© SID

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