Radsport International
Wada unterstützt UCI in Sachen Valverde

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) unterstützt den Radsport-Weltverband in der Problematik um Alejandro Valverde. Die UCI hatte den Spanier von der WM in Stuttgart ausgeladen, weil dieser unter Dopingverdacht steht.

Der Radsport-Weltverband UCI bekommt Unterstützung von der Welt-Anti-Doping-Agentur. Die Wada macht sich für eine Untersuchung gegen den spanischen Radprofi Alejandro Valverde stark, der durch die UCI von der Straßen-WM in Stuttgart ausgeschlossen worden war. Valverde, der im vergangenen Jahr hinter Italiens Weltmeister Paolo Bettini und Deutschlands Sprintstar Erik Zabel WM-Bronze geholt hatte, wird trotz der Ausladung von seinem Landesverband Rfec weiter für die WM gemeldet. Über das Startrecht des zweimaligen Vizeweltmeisters soll nun der Internationale Sportgerichtshof CAS bis zum WM-Start am Mittwoch entscheiden.

Olivier Niggli, Rechtsvorstand der Wada, erklärte am Samstag, dass es in dem 6 000 Seiten umfassenden Dossier zur so genannten Operacion Puerto genügend Hinweise gebe, die Ermittlungsverfahren hinsichtlich einer möglichen Verwicklung Valverdes in den Skandal um den spanischen Dopingarzt Dr. Eufemiano Fuentes rechtfertigen.

Dagegen wies die Rfec darauf hin, dass die Ermittlungsakten der Operacion Puerto laut Gerichtsbeschluss nicht zur Überprüfung herangezogen werden dürften. Valverde könne deshalb der WM-Start nicht streitig gemacht werden.

ASO-Präsident Clerc wettert Richtung UCI

Ungeachtet der Doping-Problematik stellt die Dauerfehde zwischen UCI und dem Tour-Veranstalter ASO die Zukunft der kommenden Rennsaison immer ernsthafter in Frage. Die von der UCI Mitte der Woche angekündigten Veränderungen bei der Planung der Protour-Serie wies ASO-Präsident Patrice Clerc am Samstag als "inakzeptabel" zurück. UCI-Präsident Pat Mcquaid hatte am Mittwoch angekündigt, dass man stärker auf die Wünsche der großen Rundfahrt-Veranstalter eingehen wollte.

Clerc bemängelte, dass die bislang noch nicht veröffentlichten UCI-Vorschläge Klassiker wie Paris-Roubaix, Paris-Nizza oder Lüttich-Bastogne-Lüttich in ihrer Bedeutung herabsetzten. Die ASO ist auch Organisator dieser drei Klassiker.

Eine Auflockerung der verhärteten Fronten soll bei einem von der französischen Sportministein Roselyne Bachelot am 22./23. Oktober in Paris organisierten Gipfeltreffen der Radsport-Bosse erfolgen. In der französischen Hauptstadt steht auch das Thema Doping auf der Tagesordnung.

Wada-Präsident Dick Pound will sich dort für die Einführung von Blutpässen für alle Profis stark machen. Ein dafür ausgearbeitetes Kontrollsystem soll bis Mitte kommenden Jahres funktionsfähig sein und ab der Tour 2008 zum Einsatz kommen.

© SID

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