Radsport International
Wegmann Mitfavorit beim Amstel Gold Race

Milram-Profi Fabian Wegmann will heute beim 44. Amstel Gold Race seiner Mitfavoritenrolle gerecht werden und so die bisher mittelmäßige Bilanz seines neuen Teams aufbessern.

Senkrechtstarter Heinrich Haussler hat sich nach seinem Sturm an die Spitze der Weltrangliste zum Urlaub auf die Malediven verabschiedet, deshalb ruhen die deutschen Hoffnungen zum Auftakt der Ardennen-Klassiker insbesondere auf Fabian Wegmann. Der zweimalige deutsche Meister gehört heute beim 44. Amstel Gold Race zu den Mitfavoriten und soll die bislang so durchwachsene Bilanz des Teams Milram ein wenig aufpolieren.

"Die drei Ardennen-Klassiker sind für mich die absoluten Highlights in dieser Saison. Nachdem ich in den letzten Jahren immer vorne mit dabei war und es leider nie nach ganz gereicht hat, will ich in diesem Jahr eines gewinnen", meinte der Freiburger auch mit Blick auf den Fleche Wallonne am Mittwoch und den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich am übernächsten Sonntag.

31 giftige Anstiege

Im letzten Jahr hatte Wegmann - damals noch im Gerolsteiner-Trikot in der Helferrolle für Davide Rebellin und Stefan Schumacher - das Rennen mitbestimmt und am Ende einen beachtlichen elften Platz belegt. Nun geht er als Kapitän an den Start in Maastricht, ehe insgesamt 31 giftige Anstiege und 258,6km bis zum Ziel auf den berüchtigten Cauberg in Valkenburg zurückzulegen sind.

Ein Erfolg täte dem Milram-Team gut. Nur ein Saisonsieg steht für die Mannschaft von Teamchef Gerry van Gerwen bislang zu Buche, zusammen mit Ag2r die schlechteste Bilanz aller Protour-Teams. Sportdirektor Christian Henn hofft auf Besserung. "In den Ardennen sind wir besser aufgestellt", sagt der frühere Telekom-Profi. Dabei wird auch die deutsche Tour-Hoffnung Linus Gerdemann in die Klassiker-Saison eingreifen. Nach seinen Rückenproblemen dürfte er aber genauso wie Sprinter Gerald Ciolek nur in der Rolle des Helfers fungieren.

Haussler tankt auf den Malediven Kraft

Überflieger Haussler hat sich dagegen auf die Malediven verabschiedet. Nach seinen zweiten Plätzen bei Mailand-San Remo und der Flandern-Rundfahrt sowie drei Saisonsiegen und vier weiteren Podiumsplatzierungen soll der Cervelo-Profi bis zum Start der Bayern-Rundfahrt im Mai Kraft tanken.

"Ich will mir nicht auf die Schulter klopfen, aber seit November stehe ich unter Strom und habe mich so intensiv wie noch nie auf eine Saison vorbereitet. Jetzt ist meine Batterie einfach leer", sagt der Deutsch-Australier, der zuletzt mit dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste belohnt worden war.

Ohnehin sind in den kurzen steilen Rampen der Ardennen andere Qualitäten als auf dem harten Kopfsteinpflaster gefragt. So rücken nun Vorjahressieger Damiano Cunego (Italien), Olympiasieger Samuel Sanchez (Spanien), dessen Landsmann Alejandro Valverde (Spanien) oder die Schleck-Brüder Andy und Fränk (Luxemburg) in den Favoritenkreis.

© SID

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