Radsport International
Zabel geht in Frankreich die Puste aus

Frederic Guesdon hat die 100. Auflage von Paris-Tours gewonnen. Zwischenzeitlich war eine Gruppe von Fahrern, darunter Erik Zabel und Tom Boonen, vorzeitig ausgestiegen, da die Ausreißer uneinholbar vorne lagen.

Im Radsport entscheiden manchmal auch weit von der Ziellinie entfernt Sekunden über Sieg oder Niederlage. So kann ein Moment der Unaufmerksamkeit, in dem sich eine gefährliche Ausreißergruppe absetzen kann, die Siegchancen der Sprinter zunichte machen. So ist es auch bei der 100. Auflage des Radklassikers Paris-Tours geschehen. Vizeweltmeister Erik Zabel und sein Milram Team hatten einige Fahrer aus dem Hauptfeld entkommen lassen und so den möglichen Jubiläumssieg aus den Händen gegeben. Daraufhin war der Milram-Kapitän und Vorjahresgewinner mit zahlreichen anderen Fahrern, darunter Belgiens Ex-Weltmeister Tom Boonen, nach 149 der 254,5km bereits aus dem Rennen ausgestiegen. Der Rückstand auf zwei Ausreißergruppen war zu diesem Zeitpunkt auf über zwölf Minuten angewachsen. Danach waren nur noch 72 von 196 Startern im Rennen.

Guesdon als Nutznießer

Zur Freude der Gastgeber sicherte sich der Franzose Frederic Guesdon den Sieg nach 5:31:09 Stunden im Duell mit dem Norweger Kurt-Asle Arvesen. Acht Sekunden später kamen die Verfolger ein, unter denen sich auch Olaf Pollack (17./T-Mobile) und Thomas Fothen (20./Gerolsteiner) befanden. Für den 34-jährigen Guesdon war es der zweite Klassiker-Triumph neun Jahre nach Paris-Roubaix.

"Wir haben einen Moment nicht aufgepasst und danach gab es keine Chance mehr, weil der Wind von schräg vorne kam", sagte Zabel, der das Rennen 1994, 2003 und 2005 gewonnen hatte und nach rund 100km den Anschluss verpasste, als sich das Hauptfeld geteilt hatte. Der 36-Jährige will die Saison nun beenden.

© SID

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