Radsport
Landis-Probe soll künstliches Testosteron enthalten

Nachdem Tour-Gesamtsieger Floyd Landis von der positiven Dopingprobe erfahren hatte, beteuerte er seine Unschuld und bezeichnete den erhöhten Testosteronwert als „natürliche Erscheinung“. Nach Informationen der New York Times steht Landis Verteidigungslinie aber nach einem weiteren Labortest vor dem Zusammenbruch.

HB ZÜRICH. Wie das Blatt am Dienstag, lag bei der ersten Probe („A-Probe“) das Verhältnis von Testosteron zu Epitesteron mehr als das Doppelte über dem Grenzwert von 4:1. Daraufhin sei ein Kohlen-Isotop-Test gemacht worden, um zu ermitteln, ob es sich um natürliches oder synthetisches Testosteron handele. Der Test habe spuren von künstlichem Testosteron nachgeweisen. Die Zeitung beruft sich auf ein nicht genanntes Mitglied des internationalen Radsportverbandes UCI, dem das Untersuchungsergebnis bekannt sei.

Nach Angaben seines Sprechers Michael Henson hat Landis am Montagabend in einem Fax an seine Anwälte in Spanien „fristgerecht“ seinen Antrag auf die B-Probe formuliert. Nach dem Ergebnis wolle er sich erneut der Öffentlichkeit stellen. Bei einer positiven B-Probe droht ihm eine zweijährige Sperre und die Aberkennung seines Sieges.

Der Radsport-Weltverband UCI hatte am Montagabend mitgeteilt, das nationale französische Labor in Châtenay-Malabry habe noch keinen Antrag des Tour-de-France-Siegers auf eine Gegenprobe erhalten. „Wir wollen aber, dass die Sache so schnell wie möglich vorankommt“, sagte ein UCI-Sprecher und verwies darauf, dass dieses Laboratorium Ende der Woche die Pforten für die Urlaubszeit schließt. Der Verband hatte deshalb von sich aus bereits die B-Probe verlangt. Das Laboratorium könnte die B-Analyse zwischen Donnerstag und Samstag früh vornehmen.

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