Radsport National
Garzelli triumphiert am Henninger Turm

Der Italiener Stefano Garzelli hat das deutsche Traditions-Radrennen "Rund um den Henninger Turm" gewonnen. Gerald Ciolek wurde Zweiter, Erik Zabel landete hinter Danilo Hondo auf Rang vier

Stefano Garzelli hat die 45. Auflage des deutschen Radklassikers "Rund um den Henninger Turm" in Frankfurt gewonnen. Der Italiener vom Team Liquigas siegte auf der verkürzten 190,2 Kilometer langen Strecke durch den Taunus und verwies den deutschen Straßenmeister Gerald Ciolek (Köln) vom Team Wiesenhof sowie Rückkehrer Danilo Hondo (Cottbus) vom Lamonta-Rennstall auf die Plätze.

Titelverteidiger und Rekordsieger Erik Zabel (Unna) verpasste indes auf Rang vier vor rund einer Million Zuschauer an der Strecke seinen vierten Erfolg am Henninger Turm nach 1999, 2002 und 2005. Der 35 Jahre alte Sprintstar muss damit weiter auf seinen ersten Saisonsieg im Trikot des Milram-Teams warten.

Enttäuscht war auch der 19-jährige Ciolek vom Team Wiesenhof. "Es hat für mich leider nicht ganz gereicht. Mit Garzelli hätte ich auf den letzten Metern wirklich nicht mehr gerechnet´, sagte der in Pulheim bei Köln geborene Ciolek. Auch der wegen seiner zunächst aufgehobenen Dopingsperre derzeit auf Bewährung fahrende Hondo (Team Lamonta) war nach seinem Podestplatz nicht gänzlich zufrieden. "Ich bin schon etwas enttäuscht. Aber eigentlich hätten Jens Voigt oder Patrik Sinkewitz gewinnen müssen", erklärte Hondo.

Voigt und Sinkewitz eingeholt

Der für den dänischen Rennstall CSC fahrende Berliner Voigt und Sinkewitz, der zuletzt mit einem vierten und zwei fünften Plätzen bei Klassikern auf sich aufmerksam gemacht hatte, waren nach einer knapp 100 Kilometer langen Alleinfahrt an der Spitze erst in der Schlussrunde und damit 4,5 Kilometer vor dem Ziel eingeholt worden. "Das war natürlich sehr traurig. Dann ging nichts mehr", sagte Lokalmatador und T-Mobile-Fahrer Sinkewitz aus Künzell.

Dem deutschen Duo wurde zum Verhängnis, dass Steffen Wesemann (Wolmirstedt/T-Mobile) bei Kilometer 75 wegen eines Defektes am Hinterrad den Anschluss verlor und Voigt und Sinkewitz nicht mehr unterstützen konnte. "Steffen hat als dritter Mann gefehlt. Dann wären am Ende vielleicht die Kräfte noch da gewesen", sagte der völlig entkräftete Sinkewitz. Garzelli freute sich indes nach einer einjährigen Durststrecke. "Dieser Sieg ist mir sehr wichtig", meinte der Italiener.

© SID

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