Radsport National
Jaksche nimmt "Ein-Euro-Job" an

Jörg Jaksche hat beim drittklassigen italienischen Rennstall Cinelli-OPD einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben. Der 32-Jährige fährt für das symbolische Gehalt von einem Euro.

Für das symbolische Gehalt von einem Euro kehrt der geständige Dopingsünder Jörg Jaksche in den Radsport zurück. Der Ansbacher, der mit seiner Dopingbeichte 2007 für großen Wirbel gesorgt hatte, unterschrieb beim drittklassigen italienischen Rennstall Cinelli-OPD einen Ein-Jahres-Vertrag. Bereits bei der Mittelmeer-Rundfahrt 2009 will Jaksche sein erstes Rennen fahren.

"Ich bin jetzt wohl der erste Ein-Euro-Profi. Notfalls fahre ich auch umsonst - aber ich will selber entscheiden, wann ich aufhöre", sagte Jaksche der Süddeutschen Zeitung. Er hatte nach Ablauf seiner Sperre im Sommer dieses Jahres - der frühere Paris-Nizza-Sieger profitierte von der Kronzeugenregelung - vergeblich einen Rennstall gesucht und bereits das Karriereende in Betracht gezogen. Nun will der 32-Jährige, der ein Fernstudium in Wirtschaftsrecht aufgenommen hat, am 13. Februar bei der Mittelmeer-Rundfahrt sein Comeback geben.

Damit hat nach Patrik Sinkewitz, der im kommenden Jahr für den tschechischen Rennstall PSK fahren wird, auch der zweite Kronzeuge im Radsport ein Team gefunden.

Jaksche war einst in den Skandal um Dopingarzt Eufemiano Fuentes verwickelt. Nach einem Intermezzo beim Tinkoff-Team hatte der siebenmalige Tour-Teilnehmer ein spektakuläres Doping-Geständnis im Spiegel abgelegt.

© SID

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