Radsport National
T-Mobile dreht den Geldhahn womöglich sofort zu

Nach dem Dopingskandal um Patrik Sinkewitz steht die Zukunft des T-Mobile Teams auf der Kippe. "Wir denken nach der Tour darüber nach, ob wir sofort aussteigen", sagte T-Mobile-Kommunikationsdirektor Christian Frommert.

Die Tour de France könnte womöglich der letzte Auftritt des T-Mobile Teams gewesen sein. Das Bonner Mobilfunk-Unternehmen entscheidet bis zum Start der Deutschland-Tour am 10. August über einen sofortigen Ausstieg als Haupt- und Namenssponsor der Sportgruppe. Das sagte T-Mobile-Kommunikationsdirektor Christian Frommert am Tour-Ruhetag in Pau dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Wir denken nach der Tour darüber nach, ob ein weiteres Engagement noch Sinn macht oder ob wir sofort aussteigen."

Man müsse sich die Frage stellen, ob der Anti-Dopingkampf von T-Mobile im Radsport weiter vorankomme oder "ob wir gescheitert sind". Klar sei aber schon jetzt, dass man im Radsport derzeit nichts für das positive Image eines Unternehmens tun könne. Der Vertrag von T-Mobile läuft noch bis 2010.

Der offensive Kampf des Teams gegen Doping wird derzeit vom Fall Patrik Sinkewitz erschüttert, der vor der Tour in der A-Probe positiv auf Testosteron getestet worden war und nun offenbar wie der dopinggeständige Jörg Jaksche (Ansbach) eine Kronzeugenregelung anstrebt.

© SID

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