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Burghardt jagt Boonen und Co. nach Roubaix

Nach seinem Sieg beim Halbklassiker Gent-Wevelgem spekuliert T-Mobile-Profi Marcus Burghardt auch heute bei Paris-Roibaix auf einen Coup. Doch die Konkurrenz um den belgischen Supersprinter Tom Boonen ist stark.

Vier Tage nach seinem Überraschungs-Coup bei Gent-Wevelgem will T-Mobiles Shooting-Star Marcus Burghardt am Sonntag beim 105. Frühjahrs-Klassiker Paris-Roubaix (Live ab 14.00 Uhr in ZDF und Eurosport) auch in der "Hölle des Nordens" bestehen.

Der Sieg in Belgien hat den 23-Jährigen ins internationale Rampenlicht katapultiert, das Nachwuchstalent der Bonner aber nicht vom Boden abheben lassen: "Paris-Roubaix ist nicht nur 50 Kilometer länger, sondern eine ganz andere Nummer", weiß der Sachse, der vor drei Jahren beim U23-Rennen nach Roubaix Vierter wurde.

Der gebürtige Erzgebirgler mit Wohnsitz Chemnitz hatte schon mit Rang drei beim E3-Grand-Prix hinter den Roubaix-Siegern Tom Boonen (Belgien) und Fabian Cancellara (Schweiz) sowie Platz 13 bei der Flandern-Rundfahrt überzeugt. "Ich denke, dass ich stark bin und fühle mich gut", sagt er mit gesundem Selbstbewustsein.

Einziger deutscher Sieg vor 111 Jahren

Noch immer steht der Münchner Josef Fischer als einziger Deutscher in der Siegerliste verzeichnet, der sich im Gründungsjahr 1 896 durchgesetzt hatte. An der Spitze der Favoritenliste stehen Vorjahressieger Cancellara und sein Vorgänger Boonen, aber wie stets wird die Glücksgöttin ein gewichtiges Wort bei "La Roubaix" mitreden. Stürze und Defekte sind an der Tagesordnung.

Wieder warten 259,5 brutale Kilometer auf die Fahrer, die sich vor allem bei 28 Kopfsteinpflaster-Passagen konzentrieren müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Insgesamt 52,7 km messen diese "Paves", wobei besonders die 2 400 Meter durch den Wald von Arensberg nach 163,5 km und die 3 000 Meter in Mons-en-Pevele (210,5 km) gefürchtet sind.

"Die Strecke wird wieder ihre Opfer fordern", sagt Steffen Wesemann, der auf dem Place du Palais in Compiegne im Norden von Paris zum neunten Mal an den Start geht. Der in die Schweiz ausgewanderte Sachse vom Karlsruher Wiesenhof-Team war 2002 Zweiter hinter Belgiens Ex-Weltmeister Johan Museeuw und stand damit als vorerst letzter Deutscher auf dem Podest.

© SID

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