Radsport Protour
Di Luca siegt bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

Danilo Di Luca hat das Protour-Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen. Der Italiener rettete seinen Vorsprung vor den Verfolgern ins Ziel, nachdem er sich etwa zwei Kilometer vor Schluss abgesetzt hatte.

Bis kurz vor Schluss standen die Chancen des Team Gerolsteiner auf einen "Hattrick in den Ardennen" gut. Doch bei der 93. Auflage des Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich musste sich das Team aus der Vulkaneifel mit einem fünften Platz für Davide Rebellin (Italien) begnügen, stattdessen holte sich nach 262km dessen Landsmann Danilo di Luca vor Alejandro Valverde (Spanien/Caisse d´Epargne) und Frank Schleck (Luxemburg/CSC) den Sieg. Bester Deutscher war Astana-Profi Matthias Kessler (Nürnberg) als Achter.

Beim Finale im belgischen Vorort Ans hatte Rebellin, der allerdings die Führung in der Protour behält, diesmal das schlechtere Ende für sich. Nach dem Triumph von Schumacher beim Amstel Gold Race und dem Erfolg von Rebellin beim Fleche Wallonne hatte sich die Gerolsteiner-Mannschaft gute Chancen auf den dritten Sieg in acht Tagen ausgerechnet. So wie 2004, als Rebellin alle drei Rennen gewann.

Schumacher verließen im Anstieg die Kräfte

"Ich bin zufrieden, wie sich das Team hier präsentiert hat. Schumacher war vielleicht etwas ungestüm, aber Davide hat die Protour-Führung ausgebaut. Das passt", meinte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer. Bis sechs Kilometer vor dem Ziel durfte Schumacher noch von einem weiteren Klassiker-Triumph träumen, als er nach einer Attacke zwischenzeitlich 20 Sekunden Vorsprung hatte. Doch am elf Prozent steilen Anstieg in Saint Nicolas verließen den Nürtinger die Kräfte. "Ich habe alles versucht, aber bei der Konstellation hatte ich keine Chance", sagte Schumacher.

Das T-Mobile-Team hatte in Kim Kirchen auf Platz zehn seinen besten Fahrer, der deutsch-italienische Rennstall Milram war ohne Chance. Auch der Berliner Jens Voigt, 2005 noch Zweiter hinter Alexander Winokurow (Kasachstan), spielte diesmal keine Rolle. Bereits am viertletzten Anstieg, dem Cote de la Radoute, musste der CSC-Fahrer abreißen lassen.

Schon kurz nach dem Start auf dem Place Saint Lambert hatte sich bei sommerlichen Temperaturen eine vierköpfige Spitzengruppe in Szene gesetzt. Der Spanier Unai Etxebarria (Euskaltel), der Franzose Remy di Gregorio (Fdjeux), der Belgier Jan Kuyckx (Landbouwkrediet) und Wasil Kirijenka aus Weißrussland (Tinkoff) fuhren bis Kilometer 77 einen Vorsprung von knapp 19 Minuten heraus. Als das Peloton aber auf das Tempo drückte, war der Fluchtversuch zum Scheitern verurteilt.

Mit dem Rennen in Lüttich endete die Serie der Frühjahrsklassiker in den Ardennen. Nächster Höhepunkt ist am 1. Mai das Rennen "Rund um den Henninger Turm" in Frankfurt.

© SID

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