Radsport Protour
Schumacher siegt beim Amstel Gold Race

Doppelsieg für das Team Gerolsteiner beim Amstel Gold Race. Der Nürtinger Stefan Schumacher krönte eine Solofahrt mit dem Sieg auf dem Cauberg, der Italiener Davide Rebellin setzte sich im Schlusssprint durch.

Beim 42. Amstel Gold Race haben Stefan Schumacher (Nürtingen) und Davide Rebellin (Italien) dem Team Gerolsteiner einen Doppelsieg beschert. Schumacher holte nach 252,2km mit einer Solo-Vorstellung den Sieg auf dem Cauberg, Rebellin verwies im Schlusssprint seinen Landsmann Danilo di Luca auf den dritten Platz.

"Unglaublich, perfekt - ich habe den Kopf ausgeschaltet und einfach nur in die Pedale getreten. Die Chance meines Lebens wollte ich mir nicht nehmen lassen", meinte Schumacher überglücklich. Dabei war er nach einem Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt noch angeschlagen ins Rennen gegangen. "Ich musste vier Tage pausieren, aber im Rennen hatte ich gute Beine", sagte Schumacher weiter.

Zweiter Gerolsteiner-Sieg nach 2004

Für das Team Gerolsteiner war es der zweite Triumph beim Amstel Gold Race nach 2004, als Rebellin triumphierte. Den Doppelerfolg hatte sich das Team aus der Vulkaneifel aber auch redlich verdient. Mit einer taktischen Meisterleistung diktierten Schumacher und Rebellin in der entscheidenden Phase das Rennen und sorgten für den erst zweiten Saisonsieg für Gerolsteiner.

Der Nürnberger Matthias Kessler vom Astana-Team verpasste als Vierter nur knapp das Podium. Das T-Mobile-Team hatte dagegen genauso wie Milram mit Erik Zabel (Unna) und Wiesenhof mit dem Vorjahreszweiten Steffen Wesemann (Schweiz) mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

22,6km vor dem Ziel war auf der Spitze des Kruisbergs auch die entscheidende Attacke von Schumacher ausgegangen. Der Schwabe trat an, Rebellin folgte ihm, dazu gesellten sich in Weltmeister Paolo Bettini (Italien), Protour-Gesamtsieger Alejandro Valverde (Spanien), der frühere Amstel-Sieger Michael Boogerd (Niederlande), di Luca und Kessler namhafte Klassikerfahrer.

Titelverteidiger Schleck stürzt

Titelverteidiger Frank Schleck musste dagegen seine Hoffnungen auf einen erneuten Triumph bei einem schweren Sturz knapp 45km vor dem Ziel begraben. Der Luxemburger fuhr zwar weiter, hatte mit dem Ausgang des Rennens aber nichts mehr zu tun.

Fast 200km lang hatte eine fünfköpfige Spitzengruppe, der auch Wiesenhof-Profi Daniel Musiol angehörte, das Rennen bestimmt. Interessant wurde es aber erst, als Ausreißer-König Jens Voigt (Berlin), Wesemann und Daniele Righi (Italien) attackierten.

© SID

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