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Valverde gewinnt auch Lüttich-Bastogne-Lüttich

Der Spanier Alejandro Valverde hat den Rad-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen. T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz musste sich im Sprint nur knapp geschlagen geben und belegte Platz vier.

Alejandro Valverde ist zurzeit kaum zu schlagen. Nach seinem Erfolg am vergangenen Mittwoch beim Fleche Wallone siegte der Spanier auch bei der 92. Auflage des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich. Im Sprint einer zehnköpfigen Spitzengruppe belegten die Italiener Paolo Bettini und Damiano Cunego die Plätze zwei und drei. T-Mobile-Profi Patrik Sinkewitz sicherte sich einen achtbaren vierten Rang.

"Ich bin ein wenig enttäuscht, dass ich wieder einen Podestplatz verpasst habe. Ich habe immer wieder versucht, zu attackieren. Ich war in der Spitzengruppe vielleicht sogar der Stärkste. Aber bei einem Sprint war klar, dass ich gegen solche Topleute keine Chance habe", sagte Sinkewitz, der wie zuletzt bei seinen fünften Plätzen beim Amstel Gold Race und dem Fleche Wallonne eine starke Leistung ablieferte.

Rebellin musste mit Magenproblemen aussteigen

Für Gerolsteiner-Profi Davide Rebellin, Sieger von 2004, war das Rennen früh vorbei. Entkräftet als Folge einer Magenerkrankung und einer angebrochenen Rippe stieg der Italiener kurz nach der Hälfte des Rennens vom Rad. "Im Hinblick auf die kommenden Ziele ist nun Erholung wichtig", sagte Sportdirektor Christian Henn. Bereits am Mittwoch hatte Rebellin beim Halbklassiker Fleche Wallonne vorzeitig aufgegeben.

Als Erster hatte Sinkewitz die zehnköpfige Spitzengruppe, darunter auch der Tour-Zweite Ivan Basso, auf die Zielgerade in Lüttich-Ans geführt und dann den Sprint angezogen - doch fünf Meter vor dem Zielstrich war der Traum vom Sieg beendet. Dennoch gab es hinterher ausschließlich zufriedene Gesichter bei T-Mobile. "Das war wieder eine extrem starke Mannschaftsleistung. Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Wir wollten das Rennen schwer machen und die anderen Teams arbeiten lassen", analysierte Sportdirektor Mario Kummer.

In der Tat war T-Mobile stets vorne vertreten und hatte bis zuletzt in Sinkewitz und Matthias Kessler zwei heiße Eisen im Feuer. Zuvor hatte ein angriffslustiger Steffen Wesemann, der beim Amstel Gold Race vor einer Woche noch Zweiter geworden war, bereits die Hauptarbeit geleistet. Der Wahl-Schweizer attackierte 90 km vor dem Ziel und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von 90 Sekunden heraus. 40 Kilometer später war sein Fluchtversuch aber vor allem wegen der Tempoverschärfung von CSC beendet.

T-Mobile weiterhin glücklos

Damit hat sich die harte Arbeit von T-Mobile wieder nicht bezahlt gemacht - und die Durststrecke nimmt kein Ende. Seit dem 9. Oktober 2005 (Erik Zabel bei Paris-Tours) wartet die Bonner Mannschaft auf einen Sieg auf europäischen Boden. Lediglich Olaf Pollack hatte bei der Kalifornien-Rundfahrt in dieser Saison für zwei T-Mobile-Siege gesorgt.

Das Team Gerolsteiner war dagegen ohne Kapitän Rebellin chancenlos. Der Rennstall aus der Eifel war ohnehin schon dezimiert an den Start gegangen. Markus Fothen hatte kurzfristig auf seine Teilnahme in Lüttich verzichtet. Seine Freundin brachte am Sonntagmorgen Töchterchen Maxime zur Welt.

Erwartungsgemäß keine Rolle spielte der deutsch-italienische Rennstall Milram, der mit dem zweiten Aufgebot an den Start gegangen war. So fehlte neben Zabel auch der italienische Sprintstar Alessandro Petacchi, der bei der Niedersachsen-Rundfahrt mit Sprint-Siegen für Furore gesorgt hatte.

© SID

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