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Zabel träumt bei Paris-Tours vom vierten Triumph

Heute steht für die Radprofis die 100. Auflage des Herbstklassikers Paris-Tours auf dem Programm. Erik Zabel konnte das Rennen bereits dreimal gewinnen und hofft nach 1994, 2003 und 2005 auf den vierten Sieg.

Für Erik Zabel schließt sich heute bei der 100. Auflage von Paris-Tours der Kreis. Vor zwölf Jahren triumphierte der Sprinter aus Unna als junger Radprofi und feierte seinen ersten großen Sieg. Heute hofft der Milram-Profi im Alter von 36 Jahren auf seinen vierten Erfolg bei dem Herbstklassiker, nachdem er bereits 1994, 2003 und 2005 bei seinem "zweiten Lieblingsrennen" nach Mailand-San Remo, das er schon viermal für sich entscheid, die Konkurrenz auf die Plätze verwies.

Milram richtet Team auf Zabel aus

Natürlich hat sich der Vize-Weltmeister diesmal besonders viel vorgenommen: "Ich kenne die Zielgerade auf der Avenue de Grammont ganz genau. Vielleicht kann ich diese Erfahrung wieder ausspielen", hofft er. Sein Milram-Team ist ganz auf den Kapitän ausgerichtet: "Wir haben Erik eine Top-Sprinter-Truppe an die Seite gestellt. Velo, Sacchi, Cadamuro, Poitschke und Siedler bieten eigentlich die Garantie für einen guten Zug im Finale", meint der sportliche Leiter Jan Schaffrath.

Allerdings werden sich die Blicke aller anderen Mannschaften auf Zabel und das Milram-Team richten. Sollte es wieder zu einem Massenspurt kommen, zählen Belgiens Ex-Weltmeister Tom Boonen (Qickstep) und der Australier Stuart O´Grady (CSC) wohl zu seinen stärksten Konkurrenten. T-Mobile setzt für diesen Fall auf sein Sprinterquartett Baumann, Greipel, Korff und Pollack.

Die Mehrzahl der Teams aber wird auf der zumeist flachen Fahrt Richtung Südwesten alles daransetzen, sich in Ausreißergruppen zu formieren. Das gilt auch für Gerolsteiner, dass wegen Grippe auf Heinrich Hausler verzichten muss, nachdem dieser nach langer Viruserkrankung in den letzten Wochen zu starker Form zurückgefunden hatte.

Erst recht aber gilt dies für Zabel. Nach langem Anlauf konnte er im September bei der Spanien-Rundfahrt mit zwei Etappensiegen endlich seine ersten Saisonerfolge feiern. Bei der Straßen-WM in Salzburg musste er sich nur dem Italiener Paolo Bettini geschlagen geben. Der Mann aus Unna wäre der erste Fahrer, der sich zum vierten Mal in die Siegerliste von Paris-Tours eintragen kann. Schöner könnte das erste Jahr mit Milram für ihn und sein Team nicht enden.

© SID

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