Radsport Rundfahrt
Alejandro Valverde siegt bei Rad-Klassiker

Sieger des belgischen Rad-Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich ist der Spanier Alejandro Valverde. Gerolsteiner-Profi Davide Rebellin fuhr auf den zweiten Platz.

Bei der 94. Auflage des belgischen Rad-Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich musste sich Gerolsteiner-Profi Davide Rebellin nur dem Spanier Alejandro Valverde geschlagen geben. Der Italiener verpasste nach 261 Kilometern nur knapp seinen zweiten Sieg bei La Doyenne, der "Mutter aller Klassiker", nach 2004 und rundete damit eine starke Mannschaftsleistung des Teams aus der Vulkaneifel ab. Dritter des Traditionsrennens wurde der Luxemburger Frank Schleck. Immerhin schaffte es der 35-Jährige Rebellin aber schon zum vierten Mal in seiner Karriere bei dem schweren Klassiker mit den zwölf giftigen Anstiegen eine Podiumsplatzierung. Bester Deutscher war Fabian Wegmann (Freiburg) mit rund eineinhalb Minuten Rückstand.

"Das Ergebnis ist ausgezeichnet"

"Das Ergebnis ist ausgezeichnet. Wir sind absolut clever gefahren. Mehr konnte man nicht erwarten", bilanzierte Gerolsteiner-Teamchef Hanz Michael Holczer. So ging für seine Mannschaft die Ardennen-Woche mit dem Amstel Gold Race, dem Fleche und nun Lüttich mit einem Happyend zu Ende, nachdem man zuvor ohne Podiumsplatzierung geblieben war. Keine Rolle spielte diesmal High-Road-Profi Kim Kirchen, der am Mittwoch noch den Halb-Klassiker Fleche Wallonne gewonnen hatte.

Den zweiten Platz hatte sich die Gerolsteiner-Mannschaft aber auch redlich verdient, schließlich bestimmte sie über weite Strecken das Renngeschehen. Markus Fothen war in einer Ausreißergruppe rund vier Stunden an der Spitze gefahren, der WM-Dritte Stefan Schumacher ließ 30 km vor dem Ziel gemeinsam mit CSC-Profi Andy Schleck eine Attacke folgen und beim Finish war es Rebellin, der die Gerolsteiner-Trümpfe hochhielt.

30 km vor dem Ziel ging in den Ardennen mit der Attacke von Schumacher die Post richtig ab. Am vorletzen der zwölf giftigen Anstiege formierte sich schließlich die entscheidende Spitzengruppe mit Rebellin, Alejandro Valverde und den Schleck-Brüdern.

Weltmeister Paolo Bettini, der noch angeschlagen war, konnte da das hohe Tempo schon nicht mehr gehen. Der italienische Vorjahressieger Danilo di Luca war nicht am Start, da sein LPR-Team keine Einladung erhalten hatte.

Die erste Rennhälfte bestimmte eine fünfköpfige Ausreißergruppe, der auch Gerolsteiner-Fahrer Markus Fothen und David Kopp (Bonn/Collstrop) angehörten. Das Quintett fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von 11:30 Minuten heraus, ehe das Peloton auf das Tempo drückte. Die Ausreißergruppe verkleinerte sich zusehends, ehe rund 30 km vor dem Ziel auch Fothen eingeholt wurden.

Keine Rolle spielte das Team Milram. Die Bremer Mannschaft war ohnehin ohne große Ambitionen ins Rennen gegangen. Sprinter Erik Zabel, der wohl kaum eine Chance gehabt hätte, musste seinen Start nach dem Sturz beim Fleche wegen eines Blutergusses im Knie absagen und wird wohl auch am Donnerstag bei "Rund um den Henninger Turm" fehlen. "Es sieht schlecht aus. Wir haben nur wenig Hoffnung auf einen Start von Erik", sagte Milram-Sportdirektor Jochen Hahn.

© SID

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