Radsport Rundfahrt
Argentinier Haedo sprintet in Köln zum Sieg

Der Sieger der 92. Auflage des deutschen Frühjahrs-Klassikers "Rund um Köln" kommt aus Argentinien und heißt Juan Jose Haedo. Der 26-Jährige vom Team CSC setzte sich nach 203,2km im Schlussspurt durch.

Der argentinische Außenseiter Juan Jose Haedo hat Sprint-König Alessandro Petacchi im Finale des deutschen Frühjahrs-Klassikers "Rund um Köln" die Schau gestohlen und einen Tag nach Erik Zabels Sturzpech bei der Flandern-Rundfahrt dem Milram-Team das Osterfest endgültig verdorben. Die 92. Auflage des Dom-Klassikers entschied der CSC-Profi für sich, nachdem Petacchi den Schlusssprint zu früh angezogen hatte.

Bei der Fahrt vor hunderttausenden Zuschauern durch das Bergische Land machte Haedo den ersten argentinischen Sieg in Köln nach 203,2km am Konrad-Adenauer-Ufer vor dem Australier Graeme Browne (Rabobank) perfekt. Der Südamerikaner ist Nachfolger von Milram-Profi Christian Knees (Bonn), der den erstmals 1908 gefahrenen "Dom-Klassiker" im vergangenen Jahr gewann.

Pech für Cziolek - Müller gestürzt

Schlecht lief es für Mitfavorit Gerald Ciolek. Bei seinem Heimspiel war der Ex-Meister vom T-Mobile-Express zwar gut in Position gefahren worden, wurde aber auf der Zielgeraden in einen Massensturz verwickelt. "Das war Pech. Wir haben eigentlich alles umsetzen können, wie wir es uns vorgestellt haben", sagte T-Mobile-Teamleiter Jan Schaffrath, der im vergangenen Jahr beim Sieg von Knees noch das Milram-Team betreut hatte.

Schon vor den letzten 20km musste sich der deutsche Straßenmeister Dirk Müller verabschieden. Der Kapitän vom Team Sparkasse kam in einer Kurve des Innenstadt-Kurses in Köln zu Fall und stieg mit schmerzverzerrtem Gesicht aus. "Dirk ist an einer Absperrung hängengeblieben. Wie es aussieht, hat er einen Schlüsselbeinbruch. Er ist sofort ins Krankenhaus gebracht worden", sagte Müllers Teamleiter Erik Weispfennig.

Magenprobleme stoppen Förster

Beim ersten Deutschland-Start des Gerolsteiner Teams in diesem Jahr stach Robert Förster nicht. Der Sprinter musste rund 60km vor dem Ziel mit Magenproblemen aufgeben. Zu diesem Zeitpunkt jagte das Peloton noch ein Ausreißer-Quartett, das sich an der ersten Bergwertung rund 60km nach dem Start am Sportpark Leverkusen formiert hatte.

Bei frühlingshaftem Wetter hatten sich die Quickstep-Profis Andrea Tonti (Italien) und Kevin Seeldraeyers (Belgien) zusammen mit Pascal Hungerbühler (Schweiz) und Jelle Vanendert (Belgien) schnell vom Hauptfeld abgesetzt. Die Fluchtgruppe hatte zeitweise fast fünf Minuten Vorsprung, ehe vor allem der Milram-Express mit Unterstützung von T-Mobile und Gerolsteiner im Feld Tempo machte.

Die rund 100km lange Flucht war bei der zweiten Passage am Bensberger Schloss beendet. Nach dem 150 Meter langen Abschnitt über Kopfsteinpflaster fuhr das Hauptfeld auf den letzten 40km geschlossen dem Ziel am Kölner Rheinufer entgegen.

© SID

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