Radsport Rundfahrt
Ausreißer Freire siegt in Ascona

Einen erfolgreichen Ausreißversuch auf der längsten Etappe der Tour de Suisse von St. Moritz nach Ascona hat Oscar Freire mit dem Sieg gekrönt. Sprinter Erik Zabel vom Team Milram kam als Dritter ins Ziel.

Die längste Etappe der 70. Tour de Suisse hatte einen prominenten Sieger: Der dreimalige Weltmeister Oscar Freire aus Spanien setzte sich über 233,7km zwischen St. Moritz und Ascona nach einem erfolgreichen Ausreißversuch vor Davide Bennati und Milram-Profi Erik Zabel (Unna) durch.

Markus Zberg wurde Fünfter vor Belgiens Weltmeister Tom Boonen (Quickstep). Auf den zehnten Rang fuhr T-Mobile-Profi Giuseppe Guerini (Italien). Sieben Sekunden zurück belegten Jan Ullrich und der Ansbacher Jörg Jaksche (Würth) die Plätze 21 und 28, machten aber vier Sekunden auf den Gesamtspitzenreiter Koldo Gil (Saunier) gut.

Pevenage: "Gute Ausgangsposition für das Zeitfahren"

Im Goldtrikot hat der Spanier jetzt noch 30 Sekunden Vorsprung vor Jaksche und 50 vor T-Mobile-Kapitän Ullrich. "Das ist eine gute Ausgangsposition für das Zeitfahren am Sonntag. Am Samstag kommt aber noch eine schwere Bergetappe. Danach werden wir Jans Ziele festlegen", sagte T-Mobile-Teamleiter Rudy Pevenage.

Die Reise durch Graubünden hatten die 139 noch verbliebenen Fahrer am Freitag gemächlich angehen lassen. Beim 10km langen Anstieg zum Julier-Pass blieb das Peloton geschlossen zusammen. Einen zaghaften Vorstoß von Gil 33km hinter St. Moritz parierten die Favoriten im Feld schnell. Auch die Attacke einer 20-köpfigen Gruppe mit Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers bei Kilometer 50 wurde umgehend vereitelt.

Das Bild änderte sich nur drei Kilometer später, als die achtköpfige Fluchtgruppe im größten Kanton der Schweiz davonzog. Auf den nächsten 65km bauten die Ausreißer die Führung kontinuierlich aus.

Zum letzten Mal durchs Hochgebirge

Vor der 16km langen Kletterpartie mit bis zu zehn Prozent Steigung zum 1940m hohen Lukmanier-Pass hatte die Spitzengruppe 8:51 Minuten Vorsprung. Das Hauptfeld konnte den Rückstand danach verkürzen, doch mit 6:19 Minuten Vorsprung überquerten die Ausreißer die Passhöhe. Im Peloton gab Italiens Olympiasieger Paolo Bettini (Quickstep) beim Gipfelanstieg auf.

Die Spitzengruppe hielt das Tempo bei der 90km langen Abfahrt ins Tessin nicht durch. In der Tessin-Hauptstadt Bellinzona 25,6km vor dem Ziel, war der Vorsprung erstmals wieder unter die Drei-Minuten-Marke geschmolzen.

Am Samstag zieht die Tour-Karawane zum letzten Mal durchs Hochgebirge. Auf den 166,3km mit Start und Ziel in Ambri wartet in 1914m Höhe wieder am Lukmanier-Pass ein Bergpreis der ersten Kategorie. Im Tessin folgen zwei weitere Bergwertungen der ersten Kategorie über den Oberarlberg- und Gotthard-Pass.

© SID

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