Radsport Rundfahrt
Cancellara entscheidet ersten Klassiker für sich

Fabian Cancellara hat sich bei der 99. Auflage der Fernfahrt Mailand-San Remo den Sieg gesichert. Den Auftakt der Klassiker-Saison entschied der Zeitfahr-Weltmeister im Alleingang.

Die 99. Auflage der Fernfahrt Mailand-San Remo ist von Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara vom dänischen CSC-Team dominiert worden. Die Sprinter um Erik Zabel waren in diesem Jahr bei der "Primavera" chancenlos.

Zum Auftakt der Klassiker-Saison spielte Cancellara nur vier Tage nach seinem Gesamtsieg bei "Tirreno-Adriatico" auf den letzten 2000 Metern nach 7:15:08 Stunden seine Zeitfahr-Qualitäten aus. Nachdem er sich auf der Abfahrt vom Poggio acht Kilometer vor dem Ziel leicht abgesetzt hatte, siegte der Schweizer CSC-Profi nach 298km des längsten Eintagesrennens der Saison im Ziel mit drei Sekunden Vorsprung vor dem Italiener Filippo Pozzato (Liquigas).

Hinter dem Belgier Philippe Gilbert (Francaise des Jeux) kam Rebellin zeitgleich mit Pozzato auf dem vierten Platz ins Ziel. Das Quartett hatte zur einer 15-köpfigen Gruppe gehört, die am Poggio-Aufstieg die Sprinter-Fraktion um die Milram-Kapitäne Zabel (Unna) und Alessandro Petacchi (Italien) hinter sich gelassen hatte. Das packende Finish wurde rund 20km vor San Remo am Cipressa-Anstieg in Szene gesetzt.

Holczer mit Rebellin zufrieden

Mit dem vierten Platz von Rebellin war der Gerolsteiner Teamchef Hans-Michael Holczer letztlich zufrieden: "Für mich war Davide der stärkste Fahrer im ganzen Rennen. Er war immer vorn dabei und hat viel gearbeitet. Am Ende hat sich eben ein Zeitfahrer durchgesetzt."

Die Fahrt in den Frühling war am Samstagmorgen bei gutem Wetter auf der Piaza Duomo am Mailänder Castello Sforzesco gestartet worden. Im Peloton war von Beginn an hohes Tempo gefahren worden, wobei nach einer Stunden 50 Kilometer durch die Lomardei zurückgelegt wurden.

Dabei fuhr das Peloton geschlossen dem Mittelmeer entgegen, erst nach Kilometer 56 setzte sich ein Ausreißer-Quartett ab. Die Gruppe fuhr schnell einen Vorsprung von über 16 Minuten heraus. Das Ende der Flucht wurde 170km vor dem Ziel eingeleitet als das von Spaniens Ex-Weltmeister angeführte Rabobank-Team um die deutschen Holland-Legionäre Grischa Niermann und Paul Martens, das Tempo forcierte. Aber erst 25km vor dem Ziel wurden die Ausreißer nach rund 230km langer Flucht wieder eingefangen.

Der nächste Klassiker steht am 6. April bei der 92. Auflage der Flandern-Rundfahrt in Belgien auf dem Programm.

© SID

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